Liebesvögel

Große Muschelkamee Ohrringe des Biedermeier in Gold, um 1840

Die sinnenfrohe Welt des Rokoko, der Marie Antoinette und rauschender Bälle in Versailles war mit der Französischen Revolution an ihr Ende gekommen. Ein kühler Klassizismus, eine neue Strenge zog mit Napoleon in Europa ein. Doch wie alle Moden hielt auch diese nicht allzulange. Mit jedem Jahr, das verging, wurde die Erinnerung an die Freuden der vergangenen Zeiten rosiger und verlockender. Und mit dem Sturz Napoleons und dem Sieg der Restauration war auch das Rokoko in den Künsten wieder da: Als Ausdruck einer ungebrochenen Tradition höfischen Lebens und heiterer Schönheit. Die hier vorliegenden, große Ohrgehänge aus hochkarätigem Gold, sind mit fein geschnittenen Muschelkameen ausgestattet und atmen den Geist des Rokoko. Die verspielten Rahmungen sind aus Blüten und Rocaillen gebildet. Die Gemmen zeigen spielende Putten, die auf von Turteltauben und Schmetterlingen gezogenen Wägen durch die Wolken eilen um die Liebe unter den Menschen zu verbreiten. Die Rahmen aus hochkarätigem Gold sind getrieben gearbeitet, um die Ohrringe trotz ihrer Größe angenehm tragbar sein zu lassen. Die zweigeteilte Form des Entwurfes zeigt dabei ebenso wie die Wahl des Dekors und die Darstellungen eine Entstehung um 1840 herum an, vermutlich in Frankreich. Es waren die Jahre der Regierung Louis Philippes, als Mode und Stil ebenso wie die Idee der Regierung auf das Ancien Regime des Rokoko Bezug nahm. Zur Datierung vgl. Henri Vever: La bijouterie française au XIXe siècle (1800–1900), 3 Bde., Paris 1906-1908, hier Bd. 1: Consulat – Empire – Restauration – Louis-Philippe. 1800–1850, Paris 1906, S. 152, der ganz ähnliche Ohrringe abbildet; vgl. aber auch Brigitte Marquardt: Schmuck. Klassizismus und Biedermeier, 1780-1850, Deutschland, Österreich, Schweiz, München 1983, S. 128ff.

Typisch für Schmuck des Biedermeiers sind zuallererst die starken Farben. Was hier wie köstliche Rosen mit in der Sonne glänzenden Blättern wirkt, war eine große Liebe der Zeit: Buntes Email und Farbsteine wurden gern kombiniert, um prachtvolle und intensiv leuchtenden Schmuck zu erhalten. Anders als in Barock und Rokoko hatte jedoch auch das glänzende Gold eine eigene Rolle zu spielen: Große Flächen aus Gelbgold finden wir bei allen Stücken dieser Zeit. Neben der Farbigkeit der Ohrringe ist auch die Bearbeitung der Oberflächen ein schönes Beispiel für den Geschmack des Biedermeiers: Jede Möglichkeit wurde hier genutzt, um ein ganzes Repertoire der Gravurornamente unterzubringen: Wir sehen Blüten und Blätter, an Roccaillen erinnernde Formen und das Licht wunderbar reflektierende Streifenmuster: Es ist die Finesse der Oberflächen, die hier immer wieder neue Bewunderung erzeugt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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