Der Glanz der Belle Époque

Prachtvolle Ohrringe im „Garland Style“ mit 5,41 ct Diamanten, um 1910

Ebenso wie in allen anderen Bereichen der Kunst und Gestaltung gab es auch in der Schmuckmode immer wieder Wechsel; figürliche und abstrakte Stücke wechselten sich ebenso ab wie Farbsteine und Diamanten, Gold und Silber. So trug man in den letzten Jahren des ausgehenden 19. Jahrhunderts kaum Ohrringe, und wenn, dann nur kleine: „Ohrgehänge erfreuen sich zwar nicht mehr der gleichen Gunst, wie früher; aber kleine Gehänge werden noch immer gern getragen. Eine Perle, ein großer Diamant dicht am Ohrläppchen und höchstens ein herabfallender Stein genügen vollkommen“, hieß es 1897 im einflussreichen Damenjournal Bazar (Der Bazar. Illustrirte Damen-Zeitung, 43. Jahrgang 1897, Nr. 43, S. 577). Gegen 1910 änderte sich dies dann wieder grundlegend, zugunsten langer, prächtiger Ohrringe, wie dem hier vorliegenden Paar. Fast scheint es, als wolle man mit ihnen dem kleinen, zurückhaltenden Ohrschmuck der vorangegangenen Jahrzehnte ein ebenso prächtiges wie trotziges Zeichen entgegensetzen. Endlich durften die Ohrläppchen wieder im reichen Lichterglanz großer Diamanten leuchten, und so mit den weißglänzenden Armbänder, Colliers und Tiaren jener Zeit um die Wette strahlen. Gerade zu der Haarmode jener Zeit waren lange, tropfenförmige Ohrringe eine ideale Ergänzung. Anders als in den 1890er Jahren waren die Haare nicht mehr streng zurückgesteckt – die fülligen Hochsteckfrisuren hatten um 1910 einen Hauch von laissez-faire, duftige Locken durften Gesicht und Nacken umschmeicheln. Nur lange Ohrringe konnten so überhaupt zur Geltung kommen und zwischen den Löckchen hervorblitzen. So legen auch unsere Ohrringe ihren Fokus nicht auf das Ohrläppchen, sondern das prächtig ausgestaltete, tropfenförmige Pendel. Ein Kreis aus Diamanten rahmt es, und im Zentrum glänzt unter einem blattförmigen Element wie eine mit Tau benetzte Blüte je ein großer Altschliff-Brillant von etwa 1,40 bzw. 1,90 ct. Diese floralen Referenzen sind es, die dem Stil der Ohrringe auch seinen Namen gaben: Als „Garland Style“, Girlandenstil, bezeichnet man den Diamantschmuck jener Jahre, der auf zarte florale Formen und feinste handwerkliche Details wie Millegriffes und Durchbrucharbeiten bedacht ist. Insgesamt 5,41 ct Diamanten in historischen, von Hand angelegten Schliffen besetzen jede freie Oberfläche der Ohrringe. Wirklich zu leben beginnen sie dann, wenn sie getragen werden: Wenn ihre Trägerin sich bewegt, die Ohrhänger sachte pendeln und die Diamanten das Licht vielfach reflektieren und dann und wann in seine Farben aufbrechen. Das kostbare Paar ist sehr gut erhalten. Einst als Schmuck zu Abendveranstaltungen und Bällen getragen, wartet es nun darauf, seine Geschichte weiterzuschreiben.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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