Fern des Alltags

Antiker Anhänger mit Miniaturmalerei in Rotgold, um 1790

Ein leichtes, unbeschwertes Leben auf dem Lande, als sorgloser Schäfer oder fröhliche Schäferin – dies war der Traum der Aristokraten gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Romantisch verklärt, erschien ihnen die Welt der einfachen Landleute als natürlicher Gegenpol zum Leben am Hofe mit seinen rigiden Hierarchien, den Intrigen und dem strengen Regelkorsett. Um diese Fantasie standesgemäß leben zu können, griff der Adel oft zu teuersten Mitteln. Der Graf von Brühl etwa ließ sich aus Meissener Porzellan einen kostbaren Tafelaufsatz in Form eines Dorfes fertigen. Marie Antoinette ließ sich gar ein wirkliches Dorf in ihrem Garten errichten, samt Bauersleuten – eigens engagiert, um die Königin an zwanglosen Tagen bei ihrem pastoralen Spiel zu unterstützen. Selbstverständlich waren die Innenräume der idyllischen Bauernhäuser jedoch luxuriös ausgestattet. Und auch hier, im vorliegenden Anhänger, der einst den Hals einer wohlhabenden Dame zierte, wird die Fantasie vom Schäferleben erst in Gold gefasst lebendig. Wie schon im Schäferroman jener Zeit, so hat auch diese gemalte Szene eine romantische Komponente. Eine junge Frau, eine Schäferin, steht an einem Zaun, zwei Schäfchen fütternd. Über das Geländer lehnt sich ein junger Mann zu ihr und schaut ihr ins Gesicht; scheu wendet sie jedoch den Blick nach unten, erkennbar lächelnd. Die Szene ist hier in feinem Pinselstrich auf Bein gebannt worden. Rötliches Gold fasst den Anhänger in der typischen spitzovalen Form jener Zeit, die ebenfalls Ringe und Broschen charakterisierte. Der Anhänger ist sehr schön erhalten. Noch heute bietet er seiner Betrachterin eine kurze Auszeit – fernab vom Grau des Alltags.

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