Frühlingsgruß

Prachtvolle Blütenbrosche mit über 1,18 ct Diamantbesatz, Wien um 1890

Diamantblüten und -sterne waren die große Mode des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts. Sicher hing dies auch mit dem stetig verbesserten Brillantschliff zusammen, der im Zusammenhang mit dem neuen elektrischen Licht die Diamanten zu den Abendveranstaltungen selbst wie Sterne funkeln ließ. Denn wie bereits im vorangegangenen Jahrhundert waren Diamanten, mit Ausnahme von Verlobungsringen, auch in der wilhelminischen Ära der Abend- und Nachtzeit vorbehalten. Die vorliegende Brosche zeigt gleich sechs Diamanten im Altschliff von sehr schöner Qualität, die allein zusammen schon etwa 1,18 ct ausmachen. Begleitet werden sie von kleineren Diamantrosen, welche die filigran gearbeitete Blüte über und über besetzen. In der dunkleren Silberfassung leuchten sie besonders hell. Die Brosche entstand in einer Zeit, in welcher weder Platin noch Weißgold verarbeitet wurden, sodass die Juweliere goldene Schmuckstücke mit Auflagen aus Silber fertigten, deren Nachdunkeln bereits mitgedacht war. Ausweislich ihrer Punzierung können wir sichergehen, dass die Brosche in der Zeit zwischen 1872 und 1922 entstanden ist, und zwar in Wien. Damit steht sie in einer wunderbaren Tradition: Denn von Wien ausgehend, hatte sich die Mode dieser Schmuckstücke überhaupt erst ausgebreitet. Auslöser war das berühmte Portrait der Kaiserin Elisabeth vom renommierten Maler Franz Xaver Winterhalter, welches sie mit zahlreichen Diamantsternen im Haar zeigt. Inspiriert waren diese vom Haarschmuck der Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte, von dem Sissi derart schwärmte, dass Franz Joseph ähnliche Sterne beim Hofjuwelier Alexander Emanuel Köchert in Auftrag gab. Anders als der Stern aber, der sich seines Motivs nach für die kühleren Monate eignet, ist die Blume ein Symbol des Frühlings und Sommers. Und so verwundert es nicht, dass sich ein ähnliches Stück zu der prachtvollen und dennoch verspielten Brosche in der Juni-Ausgabe des einflussreichen deutschsprachigen Modemagazins jener Jahre, „Der Bazar“ von 1893 findet, welches im Frühling desselben Jahres in einen Wettbewerb eingereicht worden war (vgl. letztes Foto oben rechts, Quelle: Der Bazar – illustrirte Damen-Zeitung, 39. Jahrgang 1893, Nr. 24, S. 246).

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