Les Amours de Bacchus et d'Amethyste

Prachtvolle Historismus-Brosche mit Amethyst in Gold, Niederlande um 1870

Seine an Wein erinnernde Farbe hat den Amethyst von jeher zum Gegenstand von Mythos und Dichtung gemacht. So trug man ihn bis in die frühe Neuzeit als Talisman gegen Trunkenheit und Melancholie, und im 16. Jahrhundert erfand der französische Dichter Rémy Belleau einen romantischen Ursprung der Farbe. Einst, so schrieb er, soll der Weingott Bacchus ein schönes Mädchen namens Amethyste begehrt haben. Sie jedoch wehrte sich gegen seine Nachstellungen und flehte die Götter um Hilfe an. Sich erbarmend, verwandelte die Göttin Diana sie in klaren Kristall. Bacchus fand die zu Kristall Verwandelte, es reute ihn bitterlich, und so widmete er ihr ein Trankopfer, indem er den Kristall mit Wein begoss und ihn so färbte. Ein solcher weinfarbener Quartz, denn zu dieser Gruppe zählt der Amethyst, wurde zum Mittelpunkt der vorliegenden Brosche auserkoren. Sie fasst ihn in einem üppig mit Filigran, Blüten und einer Schleife verzierten Goldrahmen, der gleichermaßen Züge des Neo-Rokoko als auch des sog. archäologischen Stils trägt. Zeittypisch sind auch die Abhängungen in Form von Kettchen und einem amphorenartigen Element. So ergibt sich im Rückbezug auf das Zeitalter des Louis XV ebenso wie auf die Kunst der antiken Etrusker ein ganz eigener Stil, wie man ihn so nur im 19. Jahrhundert antrifft. Ausweislich seiner Punzierung entstand das Schmuckstück einst in den Niederlanden. Seine kunstvollen Details, historischen Bezüge und nicht zuletzt auch das Zusammenspiel des Amethysts mit dem satten Gold machen es zu einem schönen und tragbaren Sammlerstück für Liebhaberinnen von Schmuck des 19. Jahrhunderts.

Amethyst, der Achat, der Jaspis, Citrin und Onyx – für den Chemiker sind alle diese Edelsteine ganz einheitlich Quarze. Doch wie unterschiedlich sind die Formen und Farben welche uns die Natur darbietet! Amethyst ist der violette Sohn dieser Familie. Sein Name, aus dem griechischen „amethystos“ – „dem Rausche entgegenwirkend“, drückt den alten Glauben aus, dass seine Trägerin gegen die berauschende Wirkung von Wein gefeit sei:„Amethist. Er wird mehrentheils nur in Ringen eingefast getragen, und insgemein gegen die Trunckenheit und Schwermuth gut gehalten: ob ihm auch gleich diese Tugend hinwiederum von vielen strittig gemacht wird, so kan er doch nicht ohne besondere Eigenschafften, ob sie uns gleich unbekandt syn, weil er sowohl im Ambt-Schildgen Aarons die 9. als unter den Grund-Steinen des neuen Jerusalems die 12. Stelle zugeeignet bekommen.” (Aus ‚Der aufrichtige Jubelier‘, 1729. Zit. nach Liselotte Hansmann/Lenz Kriss-Rettenbeck: Amulett und Talisman. Erscheinungsform und Geschichte, München 1966, S. 30.)

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