Sommernachtstraum

Prachtvolle Lapislazuli-Ohrringe in Gold, um 1875 und später

Lapislazuli wird seit Alters her für seine einmalige Farbe geschätzt. Der Stein, seit der Antike in den Bergen von Afghanistan abgebaut, wird nicht nur für Schmuck verwendet, sondern mindestens ebenso häufig zermahlen als kostbares Malerei-Pigment genutzt. Künstler wie Giotto und Michelangelo nutzten Lapis Lazuli für ihre unvergleichlichen Meisterwerke, deren Blau nach Jahrhunderten durch seine frische Leuchtkraft begeistert. Nach Europa kam die Farbe vor allem über Venedig und war dort als „azurro ultramarine“ - „Das Blau von jenseits des Meeres“ bekannt. Noch heute leitet sich der Name Ultramarinblau von dieser Bezeichnung ab. Die vorliegenden Ohrringe präsentieren vier dieser wunderbaren Steine in Fassungen aus hochkarätigem Gold. Ihre Grundform ist der Kreis, ähnlich einer mittelalterlichen Fibel. Wie eine Halbkugel spannt sich die Brosche von der Grundfläche auf und trägt in ihrer Mitte einen großen polierten Bouton aus Lapislazuli. Feine Ornamente aus gedrehten Goldfäden und kleinen Kugeln aus Gold besetzen die Oberfläche dieser Rahmungen. Je ein großer, abgeflachter Tropfen aus Lapislazuli ist unter die Kreisform angehängt. Die Schaustücke aus Gold und Lapis sind in den 1870er Jahren entstanden, wohl ursprünglich als Teil eines Armbandes. In jüngerer Zeit wurden sie dann zu den hier vorliegenden Ohrringen: Die eleganten, zarten Ohrbügel mit praktischer Klappbrisur sorgen für sicheren Halt am Ohr. Die angehängten Tropfen aus Lapis sorgen für eine elegantes Bewegung. Wir haben die Ohrringe in London entdeckt.

Lapislazuli wird seit Alters her für seine einmalige Farbe geschätzt. Der Stein, seit der Antike in den Bergen von Afghanistan abgebaut, wird nicht nur für Schmuck verwendet, sondern mindestens ebenso häufig zermahlen als kostbares Malerei-Pigment genutzt. Künstler wie Giotto und Michelangelo nutzten Lapis Lazuli für ihre unvergleichlichen Meisterwerke, deren Blau nach Jahrhunderten durch seine frische Leuchtkraft begeistert. Michael Baxandall hat in seinem berühmten Buch „Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance“ beschrieben, wie im Florenz der Renaissance Künstler und Auftraggeber in detaillierten Verträgen festlegen ließen, wie viel Lapispigment etwa für den Mantel der Madonna in einem Fresko verwendet werden sollte. Da das Pigment so außerordentlich teuer war, stellte sein Kauf einen großen Teil der Ausgaben für das Werk dar, mitunter kostete es mehr als der Künstler für seine Arbeit erhielt. Nach Europa kam die Farbe vor allem über Venedig und war dort als „azurro ultramarine“ - „Das Blau von jenseits des Meeres“ bekannt. Noch heute leitet sich der Name Ultramarinblau von dieser Bezeichnung ab.

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