Glänzende Spitzen

Prachtvolles antikes Diamant-Collier in Silber & Gold, um 1880

Glänzend wie Eiskristalle funkeln die Diamanten im Licht. Stilisierte Blätter, elegant gebogen, wippen vom Schnee bestäubten Ästen gleich im Wind, glitzern in der winterlichen Sonne und legen sich doch weich und warm auf die Haut. Es ist ein Ausflug in eine Welt aus Eis und Kristall, den das hier vorliegende Collier mit uns unternimmt – eine Winterwelt, voller Schönheit und ganz eigenem Zauber. Das elegante prachtvolle und doch nicht zu große Diamantcollier ist aus Silber und Gold im späten 19. Jahrhundert entstanden. Es war das Ziel des Goldschmiedes, die kostbaren Steine möglichst hell und weiß leuchten zu lassen. Dazu nutze er die zu seiner Zeit modernsten Techniken. Die Diamanten sind in Silber gesetzt, damit kein gelber Goldglanz ihre Farbe trübe. Platin oder Weißgold standen noch nicht zur Verfügung, weshalb Silber bis zur Jahrhundertwende hier das Material der Wahl war. Zugleich ist das Collier rückseitig aus Gelbgold gearbeitet, um auf Haut oder Kleidung keine Verfärbungen zu hinterlassen. Dabei konnte der Goldschmied feinste Details umsetzen wie die feinen Stege der diamantbesetzten Kette rechts und links des Mittelteils, welche in der Aufsicht unendlich zart wirken, obwohl sie doch stark und stabil das Collier bilden. Zudem sind alle Steine rückseitig offen gefasst. Das ganze 19. Jahrhundert hatte man Diamanten fast immer in rückseitig geschlossene Fassungen gesetzt, das dies technisch einfacher zu bewerkstelligen war. Erst zum Ende des Jahrhundert ermöglichten es neue Techniken, die Steine nur am Rand auflagern zu lassen ohne Kontakt zum Metall entlang der kompletten Rückseite. Dies erhöht die Brillant der Diamanten beträchtlich und erlaubt es zudem, die Stücke einfacher zu reinigen: Doch erforderte diese Technik eine Meisterschaft, die zunächst nur wenige Edelsteinfasser beherrschten. In Entwurf und Umsetzung des Colliers reichen sich somit die technische Entwicklung der Zeit und eine zu den Materialien passende Formgebung die Hand, um eine perfekte, glückliche Verbindung einzugehen - und hierin noch heute zu erfreuen.

Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts erfüllte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse und lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Der Name der Epoche, die Belle Époque, zeigt noch heute das Ziel dieser Zeit an: In Schönheit zu glänzen. Doch auch in den folgenden Dekaden blieb die Mode weißen Schmucks aktuell, bis hin zum Art Déco der 1920er Jahre. Allein die Materialien der Fassungen wandelten sich. Das schnell anlaufende Silber wurde zunächst durch Platinauflagen ersetzt und später durch Schmuck ganz aus Platin bzw. dem kurz nach dem Weltkrieg entwickelten Weißgold.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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