Quadratur des Kreises

Prachtvolles Brillant Armband in Platin & Gold, London um 1910

Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts erfüllte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse und lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Das hier vorliegende Armband ist ein bezauberndes Zeugnis dieses Stils. Es versammelt rund sechs Karat weißer Diamanten in einem prachtvollen Entwurf, der sich aus Blättern, eleganten Schwüngen und der Lust an der Geometrie zusammensetzt. Denn es scheint, als führe uns das Armband das antike Problem der Quadratur des Kreises vor Augen: Einer zuletzt unmöglichen, und doch immer wieder versuchten Aufgabe, zwei ganz gegensätzliche Formen zur Deckung zu bringen. Denn die großen, kostbaren und prachtvoll funkelnden Brillanten im Altschliff sind in quadratische Rahmen gesetzt, in welchen sie gleichsam zu schweben scheinen. Das Armband mit seinen zahlreichen, beweglich gefügten Gliedern ist aus leicht rötlichem Gold geschmiedet und präsentiert die Diamanten in einer Schauseite aus Platin. So haben die in alten Schliffen geformten Steine einen besonders spektakulären Auftritt, da nicht nur keine andere Farbe ihren Glanz stört, sondern das fein verarbeitete und mit zahllosen kleinen Glanzpunkten versehene Platin zugleich ihr helles Feuer optimal hervorhebt. Das Armband der Jahre um 1910 ist ganz auf der Höhe seiner Zeit entworfen. Seine Formen haben sich von aller Naturnachahmung gelöst und bilden auch keine der historischen Stile mehr nach, wie die meisten Schmuckentwürfe noch eine Generation zuvor. Vielmehr ist es die Freude an der weißen Glanz, welche das Schmuckstück auszeichnet – und eine elegante, kühle Freude an der Geometrie, welche deutlich zum Art Déco überleitet. Es hat sich in seinem originalen Etui erhalten, welches es als ein Erzeugnis der Londoner Goldschmiede und Juweliere P. G. Dodd & Son ausweist. Wir haben die qualitätvollen Materialien von einem unabhängigen Institut in Idar-Oberstein prüfen lassen. Das entsprechende Zertifikat wird mit dem Stück mitgeliefert. Zur Datierung vgl. zudem die bei David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, u.a. auf S. 205, S. 279 und S. 286, abgebildeten Schmuckstücke, welche in der Art der Verarbeitung und den Formdetails dem hier vorliegenden Stück entsprechen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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