Zeiten des Umbruchs

Prachtvolles Diamant-Armband in Platin aus Clermont-Ferrand, 1930er Jahre

Die Jahre zwischen den Weltkriegen waren eine Zeit des Umbruchs. Wirtschaftsboom und Wirtschaftskrise wechselten sich ab, Streiks und Streit bedrohten den Frieden, zugleich ließen neue Erfindungen wie der Zeppelin und der Film von einem neuen Leben in Schönheit und Frieden träumen. Nicht nur in Deutschland. Auch in Frankreich rieben sich die Gegensätze und hier entstand zugleich eine ganz neue, moderne Formensprache: Das Art Déco. Das hier vorliegende Armband zeigt die Vorlieben dieser Mode in wunderbarer Perfektion. Es ist aus Platin gefertigt und fasst mehr als vier Karat Diamanten. Die Steine bilden eine große Blüte in der Mitte des Entwurfes. Rechts und links schließen sich weitere Steine an, die eine funkelnde Reihe bilden. Schließlich verjüngt sich das Band und wird unter dem Arm von einem eleganten, zarten Stegarmband gehalten. Getragen ist allein der funkelnde Teil mit den Diamanten sichtbar. Die Ausstattung mit Diamanten ist reich. Die unterschiedlichen Schliffe der Steine verraten aber, dass hier wohl einige Steine aus älteren Schmuckstücken neu verwendet wurden. Und dass die grünen Steine keineswegs Smaragde sind, sondern grünes Glas, belegt vollkommen: Das Schmuckstück entstand in einer Zeit des Umbruchs, der Unsicherheit und wurde offenbar nur mit einigen Kunstgriffen möglich. Vielleicht war es ein Hochzeitsgeschenk, das zwar kostbar ausgestattet werden sollte, doch dessen Schenkende eher das Material stellen konnten als zusätzliche Neuanschaffungen zu leisten? Vielleicht waren auf Grund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten auch schlicht keine Smaragde erhältlich? Das Band ist im Herzen Frankreichs entstanden, in Clermont-Ferrant. Die Platinmarke auf dem Schnapper der Schließe trägt das Symbol des Beschauamtes der Stadt. Sie wurde in dieser Form 1926 eingeführt. Ein unabhängiges Gutachten hat die Qualität der Materialien bestimmt und wird mit dem Armband mitgeliefert.

Schmuck in elegantem, kühlen und edlen Weiß - das war der Traum der Schmuckgestalter seit dem späten 19. Jahrhundert. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Diamanten waren zwar verfügbar, doch die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst war nur Silber verfügbar, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an und kann Verfärbungen auf Haut und Kleidern hinterlassen. Seit den Jahren um 1900 wurde dann immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Erst als im Jahre 1912 in Pforzheim die massentaugliche Herstellung von Weißgold geglückt war, durch eine kluge Legierung von Gold mit anderen Metallen, war der Weg frei für rundum weißen Schmuck. Es sollte nun jedoch noch bis zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg dauern, bis sich das neue Metall richtig durchsetzte: Mit der Mode des Art Déco jedoch gab es hier kein Halten mehr.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.