Kostbar zu Zweit

Prachtvolles Diamant-Collier des Historismus mit Naturperle, um 1890

Was ist schöner als ein großer, klarer Diamant? Sicher die Dame, welche ihn trägt. Doch in der Welt des Schmucks ist ein Diamant noch immer mit das großartigste, das dem Auge begegnet. Kein Wunder, dass schon Marilyn Monroe wusste, dass hier der Diamant ihr bester Freund sein würde... Das hier vorliegende Collier des späten 19. Jahrhunderts feiert die Schönheit des Diamanten und kombiniert ihn mit einem anderen Schatz, der zur Entstehungszeit des Stückes ebenso hoch geschätzt wurde, auch ganz praktisch, was den Wert angeht: Der Perle. Wir sehen einen großen, klaren Diamanten im Kissenschliff von 2,00 Karat in einem Rahmen aus Gelbgold. Der Stein wird von großen Krappen gehalten, deren Grund mit schwarzem Email belegt ist. So scheint der Stein vor dem dunklen Grund zu schweben und kann sein Feuer noch besser entfalten. Die florale Rahmung ist mit etwas Abstand zum Stein angelegt, sodass zusätzliche Effekte von Licht und Schatten die Erscheinung des zarten, femininen Anhängers bereichern. Unterhalb des Diamanten ist eine Perle in einer diamantbesetzten Fassung angehängt. Ebenso groß wie der Diamant, leuchtet sie in einem schönen, gebrochenen Weiß und schließt den Entwurf nach unten wunderbar ab. Auch ihre Fassung ist mit schwarzem Email belegt. Der Anhänger, an einer zarten Erbskette fest zum Collier befestigt, ist in seinem Formvorrat und seiner Farbigkeit ganz typisch für die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts. Sein Dreiklang aus Schwarz, Weiß und Gold, der warm, reich und verführerisch wirkt, erklang als Alternative zur Mode der weißen Juwelen in Silber und Platin. Stücke wie das hier Vorliegende ließen eine wärmere, intimere, reichere und damit ebenso verführerische Stimmung entstehen. Im privaten Salon, zu festlichen Gelegenheiten im Kreis der Familie, doch auch bei einem großen Anlass kann es auch heute einen bezaubernden Blickpunkt setzen.

In der Antike wurden Diamanten vor allem für ihre unvergleichliche Härte geschätzt. Als Symbole unbesiegbarer Stärke war ihre Schönheit bestenfalls zweitrangig. Tatsächlich erscheinen die frühen Diamanten dem modernen Auge überhaupt nicht attraktiv. Mittelalterliche Schlifftechniken erlaubten ebenfalls keine spektakulären Lichtreflexe und die verbreiteten Tafelschliffe brachten nur Helligkeit und Farbe der Steine zur Geltung. All das änderte Verlauf des 17. Jahrhunderts. Der Adel des Barock entwickelte eine Vorliebe für glitzernde Edelsteine. Besonders populär waren Diamanten im Rosenschliff, deren vielfältige Facetten das Kerzenlicht wunderbar reflektieren. In der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich ein erster, früher Brillantschliff, der nach dem einflussreichen Kardinal Jules Mazarin als Mazarinschliff bezeichnet wird und sich durch eine Krone mit 17 Facetten auszeichnet. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurden diese Diamanten dann durch eine neue Form abgelöst, der nach seinem Erfinder als Peruzzi-Schliff benannt ist. Vincenzo Peruzzi war ein Edelsteinschleifer aus Venedig, der die Krone der Diamanten um zusätzliche Facetten auf insgesamt 33 erhöhte und so das Feuer der Steine enorm steigerte. Diese frühen Brillanten waren jedoch, was Anzahl und Form der Facetten angeht, nicht standardisiert. Jeder Stein wurde so geschliffen, dass möglichst viel Substanz erhalten bleiben konnte. Neue Diamantvorkommen in Brasilien führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dann zu einer Schliffform, die als Old Mine Cut bekannt wurde. Diese Diamanten ähneln bereits sehr unseren heutigen Vollschliff Brillanten, doch sollten noch einige Generationen stetiger Verbesserung der Schlifftechnik nötig sein, bis aus dem Old Mine Cut zunächst der Altschliff, und schließlich in den 1940er Jahren der moderne Vollschliff wurde.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen