Paradiesperle

Antike Anstecknadel in Schlangenform mit Orientperle & Diamanten, um 1900

Die Schlange war ein immer wiederkehrendes Motiv des 19. Jahrhunderts. Vielfach findet sie sich in der bildenden und angewandten Kunst, wurde sie doch nicht nur wegen ihrer Schönheit geschätzt. In den Künsten der Jahre um 1900, in Jugendstil und Symbolismus, galt sie als Sinnbild der Verführung: Bei Franz von Stuck beispielsweise findet sie sich immer wieder als Begleiterin jener Frauen, die den Archetyp der Verführerin oder Femme Fatale verkörpern. Die hier vorliegende Schlange nun ist aus Gold und Silber gefertigt und ihr Körper mit zahllosen kleinen Diamanten besetzt, die das Licht wie glänzende Schuppen brechen. Besonders kostbar ist deren Ausarbeitung, den bei den allermeisten dieser Diamanten handelt es sich um solche im Altschliff und nicht um kleinere Diamantrosen. Ungewöhnlich ist auch der Kopf, der nicht als Goldschmiedearbeit ausgeführt ist, sondern von einem weiteren, größeren Altschliff-Diamanten gebildet wird. Im Mund trägt die Schlange keinen Apfel, wie die Verführerin Evas, sondern eine barocke Orientperle. Deren bemerkenswert schöner Lüster irisiert von Rosétönen über Blau zu Grün; mit cremefarbenem Grundton fügt sie dem kühlen Glanz der Diamanten eine wärmere Komponente hinzu. Eine Verführung für Schmuckliebhaberinnen ist also auch diese Anstecknadel in Schlangenform, die drei der klassischen Materialien der Schmuckgeschichte – Gold, Diamanten und eine Perle –zu einem originellen Entwurf vereint.

An schillernder Vieldeutigkeit übertrifft die Schlange jedes andere Tier der Mythologie. Dem Schöpfungsbericht der Bibel zufolge leben Adam und Eva zu Anfang im Garten Eden und waren glücklich in Eintracht mit der Natur und allen anderen Lebewesen – bis die teuflische Schlange in Spiel kam. Das tückische Kriechtier überredete Eva entgegen Gottes Gebot vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu naschen, was die Vertreibung aus dem Paradies und den Untergang der Unschuld bedeutete. Auf der einen Seite galt die Schlange als als gefährlich und unberechenbar und wurde wegen ihrer Giftigkeit gefürchtet. Andererseits wurde sie für ihre geheimnisvolle Schönheit bewundert und ihre Häutung symbolisierte Erneuerung und Wiedergeburt. Ihre angebliche Magie und Mächtigkeit machte das Reptil in vorchristlichen Kulturen wie geschaffen dafür, den Schutz der Götter wie der Könige zu gewähren und schmückte in dieser Funktion das Kopftuch der Pharaonen. Doch die Schlange steht auch am Ende der altägyptischen Geschichte: Im Jahr 30. v. Chr. beging Kleopatra vor den anrückenden Römern mit dem Biss einer Schlange Selbstmord und beendete damit die 3000-jährige Geschichte des Pharaonenreiches.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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