Triumph der Galatea

Raffaels „Triumph der Galatea“ als Muschelgemme in Gold, um 1880

Der „Triumph der Galatea“ aus dem Jahr 1512 ist eines der berühmtesten Werke Raffaels – und es stellt dem Betrachter einige Rätsel. Der unermesslich wohlhabende Bankier Agostino Chigi gab das Fresko als Wandschmuck seiner Villa Farnesina in Rom in Auftrag. Das Fresko illustriert ein Motiv der altgriechischen Sagenwelt: Der Zyklop Polyphem warb hartnäckig aber erfolglos um die Liebe der schönen Galatea. Als sich die Tochter des Meeresgottes Nereus dann in den jungen Hirten Acis verliebte, zerschmetterte der eifersüchtige Polyphem den jungen Mann mit einem Felsen, um Galateas Auferksamkeit wieder auf sich zu lenken. In Raffaels Fresco ist voll den brutalen Hintergründen jedoch nichts zu sehen. Die schöne Nymphe nimmt den Mittelpunkt des Bildes ein, sie lenkt ein von Delfinen gezogenes Muschelboot, rings um sie herum sind männliche Meereswesen und Meerjungfrauen in amouröse Handlungen verwickelt. Drei kleine, geflügelte Liebesgötter über der Szene zielen mit ihren Pfeilen nach ihr, ein weiterer versucht die rasche Fahrt im Delfinwagen zu stoppen – vielleicht, um die Nymphe zu einem leichteren Ziel für seine bogenschießenden Gefährten zu machen. Doch Galatea fährt unbehelligt durch das Durcheinander aus Liebenden und Eroten, ihr Blick ist leicht entrückt. Die Liebe, die sie wollte, ist zerstört, das ist ihr bewusst – die Liebe, die ihr von Polyphem angeboten wird, lehnt sie ab. Raffaels „Triumph der Galatea“ stellt die Frage nach den verschiedenen Formen der Liebe. Galathea zeigt sich unbeeindruckt von der fleischlichen Lust, der in ihrer Späre gefrönt wird, die Nymphe glaubt an das Ideal der geistigen, der platonischen Liebe. Die hier vorliegende Muschelkamee zeigt das zentrale Motiv aus dem oben beschrieben Farnesina-Fresko. Galatea lenkt ihre beiden Delfine und steht entrückt auf ihrer Muschel. Herausgenommen aus der ursprünglich vielfigurigen Szene konzentriert sich hier die Darstellung auf sie, die Liebende. Die Gemme ist in den Jahren um 1880 von einem italienischen Gemmenschneider in Muschelschale geschnitten worden. Vor allem die Region um die Bucht von Neapel war Zentrum der Gemmenschneidekunst und ihre Arbeiten für ihre außerordentliche Qualität berühmt. Diese Szene ist im Medium der Kamee sehr selten zu finden und hebt sich wunderbar vom sanften Farbton der Muschelschale ab. Eine goldene Fassung hält die Kamee sicher und lässt sie als Brosche tragbar werden. Vermutlich wurde die Gemme in von einem Italienreisenden erworben, der das Land auf einer sogenannten Grand Tour besuchte.

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