Moderne Zeiten

Ring des späten Art Déco mit Diamant & Rubinen, Hindegard Risch 1940er Jahre


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Beschreibung
Aufregend und verblüffend modern erscheint der vorliegende Ring aus den 1940er Jahren. Wer an Art Déco Schmuck denkt, hat als erstes kühle, elegante Entwürfe in Platin und Weißgold im Sinn, weiß leuchtend mit reichem Diamantbesatz. Feine Entwürfe in geometrischen Formen, durch feinste Sägearbeiten gegliedert und zart und elegant entworfen: Dies ist der Stil der späten 1920er Jahre, welcher tatsächlich dem frühen Art Déco entspricht. In den späten 1930er Jahren entwickelten vor allem die Pariser Juweliershäuser diese Formensprache jedoch weiter und zum Ende des Jahrzehnts war dann der Umschwung da: Statt Weißgold und Platin war nun wieder Gelbgold das Metall der Wahl, und die Formen wurden skulpturaler, voluminöser und raumgreifender, wenngleich weiterhin aus einer kraftvollen Geometrie heraus entworfen. Dieser Wandel des Stils ist nicht ausschließlich, aber doch auch durch die technischen und wirtschaftlichen Veränderungen der Zeit erklärt worden. Platin etwa stand den Goldschmieden spätestens mit Beginn des Krieges de facto nicht mehr zur Verfügung, weshalb der Wechsel zu Gelbgold nicht nur freiwillig war. Die Entwürfe der Schmuckstücke hingegen nahmen zunehmend Formen aus dem Reich der Technik zum Vorbild und es überrascht nicht, dass uns aus den Jahren um 1940 neben Fahrradketten auch die Kettenspuren der neuartigen Panzer („tank tracks“) als Schmuckdetail begegnen. Der hier vorliegende Ring, ein prachtvolles und voluminöses Stück, entstammt dieser Zeit und führt uns all diese in ganz Europa verbreiteten Stilmerkmale vor Augen. Der Entwurf aus hochkarätigem Gold präsentiert an einer organisch geschwungenen, dreiteiligen Schiene einen kreisrunden Ringkopf. Dieser präsentiert einen wundervollen Altschliff-Brillanten von etwa 0,90 Karat, der von einem Band aus kleineren Besatz-Diamanten eingerahmt wird. Zwei rote Rubine setzten einen farbigen Akzent und erzeugen durch ihre seitlich versetzte Anordnung eine spannungsvolle Dynamik. Die Kombination von Diamanten und Rubinen war in den 1940er Jahren ausgesprochen beliebt und findet sich hier in einem wunderbaren Entwuf aus der Hand von Hildegard Risch. Risch zählt zu den Pionierinnen der Schmuckkunst im 20. Jahrhundert, ausgebildet an der berühmten Kunsthochschule Burg Giebichenstein, die in den zwanziger Jahren ein Pendant zum Bauhaus in Dessau war. Sie hat sie alle gekannt, die berühmten Künstler vom Bauhaus: Klee, Feininger, Kandinski, Schlemmer, Mies van der Rohe. Gemeinsam mit ihrer Freundin Eva Mascher-Elsässer gründete sie in Halle in den 1920er Jahren unweit des Markplatzes ihre erste eigene Werkstatt. Unmittelbar nach dem Krieg siedelte sie nach Göttingen über. Ankäufe von Museen und Ausstellungen zeugen auch heute noch von der Bedeutung dieser Pionierin der Schmuckkunst aus Halle an der Saale. Stilsicherheit, Formgefühl und der Sinn für Schönheit zeichneten die noch im hohen Alter tätige Künstlerin aus. Mit Hilgegard Rischs Sinn für Glamour und Dramatik ist der Ring ein ungewöhnlicher Blickfang am Finger, der auch nach mehr als 70 Jahren nichts von seiner spektakulären Ausstrahlung verloren hat.
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Die 1920er Jahre haben mit dem Art Déco einen neuen Stil in die Welt des Schmucks gebracht: Geometrische Abstraktionen, edle Materialien und luxuriöse Ausstattung wurden gesucht und von den Goldschmieden in Paris, London und Wien ebenso geliefert wie von ihren Kollegen in Berlin und Übersee. Je länger und weiter der Stil sich dabei verbreitete, desto weiter entwickelten sich auch die Formen. In Frankreich und den USA entstand so in den Jahren nach 1930 eine besondere Form des späten Art Déco, die „Retro“-Jewellery genannt wird: Die Formen wurden kräftiger, körperhafter, die Volumina größer und der Schmuck noch einmal prächtiger, wobei die Farbigkeit der verwendeten Steine und des Metalls eine große Rolle spielte. Doch nicht nur die Formen wandelten sich nämlich, auch die Farbigkeit des Schmucks veränderte sich nach einiger Zeit: Die Mode der Jahre ab 1940 etwa zog Schmuckstücke aus Gelb- oder Rotgold jenen aus Platin oder Weißgold vor und Farbsteine lösten Diamanten in ihrer Beliebtheit ab. Die Flächen des Goldes wurden geometrisch aufgefächert und die Juwelen beinahe wie kubistische Architekturen aufgefasst.
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Unser Versprechen

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