Kostbar gewoben

Antiker Diamant-Ring in Platin & Gold, Belle Époque, Deutschland um 1910

Die Mode des ersten Jahrzehnts nach 1900 brachte eine ganz neue Entwicklung was Juwelen anging: Wie schon zuvor erstrahlten die Schmuckstücke in hellem Weiß, aus Platin, Silber und Diamant. Doch die Formen wurden nun immer leichter, zarter, ja, geradezu ätherisch. Besonders die immer weiter geübte Verwendung des Platins erlaubte es, allerzarteste Stege und Strukturen zu schaffen. Kaum dicker als die Fäden einer kostbaren Seidenspitze, wie ein luftiges Gespinst spannen sich diese Entwürfe auf, sei es als Anhänger, als Brosche oder als Ring. Und stets tragen sie leuchtende Diamanten. Der hier vorliegende Ring zeigt, bis zu welcher Finesse diese Entwicklung getrieben wurde. Der klassische Schiffchenring wirkt, als sei er aus einem zarten Gewebe geformt – es ist ein Netz aus Linien, Schattenfugen und feinen Stegen, das die funkelnden Diamanten rahmt, fasst und sicher an ihrem Platz behält. Die gesamte Schauseite ist dabei aus Platin gefertigt, dass dem weißen Feuer der Brillanten seine eigene, kühle Eleganz zur Seite stellt. Die eigentliche Ringschiene ist dann, ganz klassisch und in der Tradition des 19. Jahrhunderts, aus Gelbgold gefertigt - so bewahrt sich der Ring eine gewisse Wärme. Schön ist hier, dass auch die Seitenpartien der Ringschiene mit feinen Gravuren verziert wurden. Die hier angebrachten Ornamente erinnern beinahe an kleine Herzen - und vielleicht wird der Ring ja bald ein Geschenk an eine Herzensdame?

Schmuck in elegantem, kühlen und edlen Weiß - das war der Traum der Schmuckgestalter seit dem späten 19. Jahrhundert. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Diamanten waren zwar verfügbar, doch die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst war nur Silber verfügbar, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an und kann Verfärbungen auf Haut und Kleidern hinterlassen. Seit den Jahren um 1900 wurde dann immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Erst als im Jahre 1912 in Pforzheim die massentaugliche Herstellung von Weißgold geglückt war, durch eine kluge Legierung von Gold mit anderen Metallen, war der Weg frei für rundum weißen Schmuck. Es sollte nun jedoch noch bis zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg dauern, bis sich das neue Metall richtig durchsetzte: Mit der Mode des Art Déco jedoch gab es hier kein Halten mehr.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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