Trilogie vom Weichselstrand

Antiker Goldring mit Saphir & Diamanten, Warschau um 1910

Das Russische Reich an der Schwelle zum 20. Jahrhundert: Unter dem letzten Zaren der Romanov-Dynastie, Nikolaus II. und seiner Gattin Alexandra, erlebte der Vielvölkerstaat – aller Widrigkeiten zum Trotz – noch einmal eine kulturelle Blüte. In den großen Städten des riesigen Landes feierte der sagenhaft reiche Adel in seinen Palästen und die Pariser Mode war der letzte Schrei, was die Garderobe der Damen anging. Künstler wie Tolstoi, Tschechow und Tchaikovsky schufen Meisterwerke, die bis heute Inbegriff der russischen Seele sind. Aus dieser Epoche, am Vorabend der Oktoberrevolution, stammt auch der vorliegende Ring. Durch seine Punzierung ist das Stück in die Jahre um 1910 zu datieren. Zugleich zeigt die Punzierung eine Entstehung in der polnischen Hauptstadt Warschau an, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu den wirtschaftlich am weitesten entwickelten Zentren des Russischen Reiches gehörte. Das Schmuckstück folgt dem Typus der sogenannten Trilogie-Ringe (vgl. „Erfahren Sie mehr“) und präsentiert in seiner Mitte drei funkelnde Edelsteine. Ein blauer Saphir wird hier von zwei weißen Altschliff-Brillanten begleitet. Die Diamanten werden von einer silbernen Zarge gehalten, die ihre weiße Farbe optimal unterstreicht. Die Ringschiene ist aus Gold mit dem typisch russischen Feingehalt von 56 Zolotnik geschmiedet. Die elegante Asymmetrie und vegetabil anmutende Motivik des Schmuckstücks zeigen den Einfluss des Jugendstil, der zur vorletzten Jahrhundertwende auch im zaristischen Russland beliebt war.

Ringe mit drei Edelsteinen haben in der Schmuckgeschichte eine ganz besondere Bedeutung: Man nennt sie „Trilogie-Ringe“ und sie transportieren eine Vorstellung, die mit der Liebe zu einem Menschen zu tun hat: So steht die Dreizahl der Edelsteine in einem Ring für eine gemeinsam gelebte Zeitlichkeit. Durch die drei Edelsteine sind symbolhaft Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem Schmuckstück dargestellt und miteinander vereint. Die Diamanten als - der Sage nach - unzerstörbare und somit ewig beständige Edelsteine stehen dabei zusätzlich für die Dauer der Bindung während der blaue Saphir die Treue symbolisiert.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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