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Antiker Ring mit Diamanten in Platin & Gold, England um 1910

Ringe mit zart geschwungenen Schauseiten, auf denen kostbare Edelsteine präsentiert werden, begegnen uns erstmals im ausgehenden 19. Jahrhundert. Besonders inspiriert von den dynamischen Formen des Jugendstil wurde diese Schmuckmode schnell ein großer Erfolg. Der hier vorliegende Ring ist in den Jahren um 1910 entstanden, wir können ihn aufgrund seiner Punzierung im Innern der Ringschiene nach England lokalisieren. Sein Entwurf variiert das Motiv der geschwungenen Schauseite und setzt drei schöne Altschliff-Diamanten in eine angeschrägte Reihe zwischen mit Diamantrosen besetzte Schwünge. Ihre Dreizahl lässt sich als die gemeinsam gelebte Zeit symbolisch verstehen, also als einen Verweis auf Vergangenheit, Gegenwart und gemeinsame Zukunft, die in den Edelsteinen anschaulich werden. Der Ring aus hochkarätigem Gelbgold hat eine Schauseite aus Platin und versammelt insgesamt elf Diamanten verschiedener Schlifformen. Die drei mittleren Diamanten im alten Brillantschliff wiegen zusammen etwa 0,30 Karat. Sie werden begleitet von insgesamt acht kleineren Diamanten im Rosenschliff, welche weitere Glanzpunkte hinzufügen. Der Ring fand hier in Berlin zu uns und ist dank seiner flachen Bauweise unkompliziert tragbar.

In den Jahren kurz vor 1890 gab es eine wahre Revolution im Bereich des Schmucks. Der Überfluss des Historismus in Form und Farbe erschien in ganz Europa als nicht mehr zeitgemäß. Die zunehmende Technisierung auch in der Schmuckherstellung hatte dieselben Formen immer und immer wieder wiederholt, bis sie zuletzt austauschbar und beliebig geworden waren. Die Juweliere bangten um ihre Existenz: Der Schmuckabsatz ging rapide zurück, eine neue Mode war nicht in Sicht! Zu Beginn des neuen Jahrzehnts war die Krise überwunden. Weißjuwelen waren die Lösung, die sich rasch durchsetzte. Statt vieler schlecht kombinierbarer Schmuckstücke konzentrierten sich die Damen nun auf wenige, aber dafür umso hochwertigere Objekte. Sie einte ihre gemeinsame Farbigkeit: Weiße Diamanten und Perlen erstrahlten in Fassungen aus Silber, später Platin und Weißgold. Die Entwürfe sind filigran und nehmen sich in ihrer Formensprache ganz zurück. Blätter, Ranken und leichte geometrische Formen bestimmten mit einem Mal das Bild, das bis eben noch Putten in großer Zahl bevölkert hatten. Der hier vorliegende Ring ist ein schönes Beispiel dieser Mode, die bis in die ersten Jahre des Art Déco hinein aktuell blieb.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.