Altschliff-Klassiker

Antiker Platin Ring mit 0,45 ct Old Mine Cut Brillant, um 1800/um 1915

In der Antike wurden Diamanten vor allem für ihre unvergleichliche Härte geschätzt. Als Symbole unbesiegbarer Stärke war ihre Schönheit bestenfalls zweitrangig. Tatsächlich erscheinen die frühen Diamanten dem modernen Auge überhaupt nicht attraktiv. Mittelalterliche Schlifftechniken erlaubten ebenfalls keine spektakulären Lichtreflexe und die verbreiteten Tafelschliffe brachten nur Helligkeit und Farbe der Steine zur Geltung. All das änderte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts. Der Adel des Barock entwickelte eine Vorliebe für glitzernde Edelsteine. Besonders populär waren Diamanten im Rosenschliff, deren vielfältige Facetten das Kerzenlicht wunderbar reflektieren. In der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich ein erster, früher Brillantschliff, der nach dem einflussreichen Kardinal Jules Mazarin als Mazarinschliff bezeichnet wird und sich durch eine Krone mit 17 Facetten auszeichnet. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurde die Krone der Diamanten um zusätzliche Facetten auf insgesamt 33 bereichert und so das Feuer der Steine enorm gesteigert. Neue Diamantvorkommen in Brasilien führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dann zu einer Schliffform, die als Old Mine Cut bekannt wurde. Diese Diamanten ähneln bereits sehr unseren heutigen Vollschliff Brillanten, doch sollten noch einige Generationen stetiger Verbesserung der Schlifftechnik nötig sein, bis aus dem Old Mine Cut zunächst der Altschliff (oder Old European Cut), und schließlich in den 1940er Jahren der moderne Vollschliff wurde. Der hier vorliegende klassisch-schöne Solitärring fasst nun genau solch einen Old Mine Cut des ausgehenden 18. oder beginnenden 19. Jahrhunderts in einer zurückhaltenden Fassung. Der Ring aus Platin ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden, ist also gut 100 Jahre jünger als der antike Diamant mit seinem besonderen Schliff. Und doch ergänzen sich beide wunderbar: Nichts lenkt ab von dem antiken Diamanten ab, der ein Gewicht von etwa 0,45ct auf die Waage bringt. Die polierte Ringschiene verjüngt sich leicht auf dem Weg zum Diamanten in ihrer Mitte, so dass dieser noch eleganter und größer erscheint. Der Ring so wie er vor und liegt ist nun selbst schon rund 100 Jahre alt und er ist sehr gut erhalten. Unser Goldschmied ändert ihn gern auf die benötigte Größe, damit er dann aufs Neue mit Freude und Glück getragen werden kann.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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