Knorrige Trilogie

Außergewöhnlicher „Baumstamm“-Ring des Realismus mit Diamanten in Gold, um 1850

Pflanzenmotive in den unterschiedlichsten Formen begleiten die Geschichte des Schmucks seit den Anfängen der Zeit, doch sind sie als Elemente meist nur angedeutet oder stilisiert. Doch im späten Biedermeier waren Entwürfe mit ganz naturalistischem Blüten- und Blattdekor beliebt und erreichten um die Mitte des 19. Jahrhunderts eine besondere Finesse, die die Naturvernanntheit auf eine neue Ebene hob. Die hier vorliegende Ring aus hochkarätigem Gold zeigt sich als ungewöhnlicher Vertreter dieser pflanzlich inspirierten Schmuckstücke in besonders realistischer Gestaltung: Die Ringschiene zeigt sich in Form zweier ineinander verschlungener, naturalistischer Baumstämme. Feine Gravuren deuten ihre Borke an und Astlöcher verleihen ihnen ein lebesnahes Aussehen. In der Mitte der knorrigen Stämme leuchten drei Altschliff Brillanten in zarten Krappenfassungen in diagonaler Reihung. Der Ring aus den Jahren um 1850 ist ein typisches Schmuckstück des Realismus, ist doch seine Schiene als Baum ausgestaltet und detailreich ausgearbeitet. Auch in anderen Kunstgattungen fand die Stilrichtung des Realismu ihren Niederschlag, so sind Vertreter der Malerei dieses Stils beispielsweise Gustave Courbet oder Max Liebermann. Nur selten allerdings finden sich schöne Schmuckstücke im Stil des Realismus, weshalb der hier vorliegende Baumstammring einen Ehrenplatz in jeder guten Schmucksammlung verdient.

Der Granat in seinen zahlreichen Varietäten war einer der beliebtesten Schmucksteine des 18. Jahrhunderts. Man liebte die intensive Farbigkeit dieser Steine, die so ganz zur Mode des Rokoko passte! Heute assoziieren wir mit Granatschmuck hauptsächlich die typischen Sterne und Blüten des Historismus, dunkel glühend aufgefasst mit zahllosen tiefroten Granatrosen. Tatsächlich aber leuchtet der Granat je nach Fundstätte auch in einem hellem Rot-Orange, in einem eleganten Violett oder gar in einem schönen Grün! Zur Geschichte des Granatschmucks im 18. Jahrhundert vgl. Ginny Redington Dawas/Olivia Collings: Georgian Jewelry 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 40-41.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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