Weißer Winter

Eleganter Ring der Belle Époque aus Gold, Platin & Diamanten, um 1910

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts erreichten die Goldschmiede in Europa eine Feinheit und Delikatesse der Ausführung und des Entwurfs wie nie zuvor. Der Geschmack hatte sich gewandelt und war der schweren Formen des 19. Jahrhunderts überdrüssig. Doch auch die technischen Voraussetzungen hatten ich weiterentwickelt, neue Werkzeuge und Maschinen ermöglichten es, noch feiner und präziser zu arbeiten. Platin etwa ermöglichte nun, so feine und doch haltbare Stege und Details zu erschaffen, wie sie zuvor noch nie gesehen worden waren. Aus all diesen Gründen wandelten sich auch die Formen. Die Entwürfe dieser Jahre wirken oft wie zarte Spitze, so fein und licht sind die Details. Broschen und Colliers, Ohrringe und auch Ringe bestehen aus zarten Netzen, Girlanden und Blüten, deren Formensprache als ein eigener Stil unter dem Begriff des „Garland Style“ im englischen Sprachraum bekannt geworden ist. Der hier vorliegende Ring führt diese Entwicklung sehr schön vor Augen. Drei funkelnde große und zahlreiche kleinere Diamanten im historischen Rosenschliff bilden den Besatz des Ringes. Die Oberfläche des Ringes aus Platin lässt die Diamanten optimal leuchten. Feine Blättchen leiten von der Ringschiene zum länglichen Schaustück über. Schattenfugen gliedern hier den Entwurf, der sich aus einem geschwungenen Rahmen und den drei zentralen Diamanten zusammensetzt. Auf diese Weise entstand ein handwerklich bewunderungswürdiges, kleines Juwel der Belle Époque, das uneingeschränkt zu tragen ist: Der Ringkopf ist flach gearbeitet und alle Steine sind so gefasst, dass der Ring ein alltagstaugliches Schmuckstück ist. So bringt das wunderbare Schmuckstück heute nicht weniger als zur Zeit seiner Entstehung die Augen zum Leuchten.

Die Jahre kurz nach 1900 haben mit dem sogenannten „Garland Style“, dem „Girlandenstil“, eine Formsprache in die Welt des Schmucks gebracht, die dem Jugendstil eine klassischere, feinere Stilauffassung entgegensetze. Anlehnungen an Formen des Louis XVI und feine Motive aus der klassischen Antike belebten einen Neoklassizismus, der kleine, zarte Lorbeerranken ebenso schätzte wie minutiöse Festons und Verzierungen mit winzigen Millegriffes. Die Schmuckstücke in diesem Stil wurden von den Goldschmieden in Paris, London und Wien in kostbaren Materialen ausgeführt, reich besetzt mit Diamanten, gefasst in Silber oder Platin. Hierbei entstand ein kristalliner, kühler und darin ganz besonders eleganter Eindruck: Diese besonderen Juwelen in weiß strahlen überirdisch verführerisch, ein wenig weltentrückt und damit besonders luxuriös. Mit der beginnenden Moderne wurden die Entwürfe dann ungegenständlicher, dynamischer und die Formenwelt des Art Déco setzte sich durch.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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