Wie der Himmel im Sommer

Eleganter Saphirring mit Diamanten in Platin & Weißgold, um 1925

Saphire begegnen in eine unendlichen Fülle zarter Schattierungen von Blau. Da ist auf der einen Seite das tiefe, samtige Blau der Kaschmirsaphire, das an Kornblumen erinnert – und auf der anderen Seite des Spektrum das helle Himmelblau, für das die Saphire aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, berühmt sind. Doch beschränkt sich die Vielfalt nicht auf diese beiden Pole: Alle Schattierungen dazwischen kommen ebenso vor, wie noch dunklere oder hellere Töne. Die Saphire Ceylons wurden bereits in der klassischen Antike von Griechen und Römern in Schmuckstücke gefasst. Selbst König Salomon soll mit eben jenen Saphiren aus der Umgebung von Rathnapura, was auf singhalesisch „Stadt der Edelsteine“ bedeutet, um die sagenumwobene Königin von Saba geworben haben. Der hier vorliegende, wunderbare Ring der 1920er Jahre fasst einen natürlichen Saphir in der Farbe, für die Saphire aus Ceylon sprichwörtlich geworden sind. Zarte Einlagerungen aus anderer Mineralien sowie Heilungsrisse im Randbereich des Steins im Ceylonschliff bezeugen, dass es sich um einen natürlichen Stein handelt. Es ist ein warmes, lichtes Blau, das an den Himmel eines heiteren Sommertages erinnert. Gefasst ist der Saphir in eine rundumlaufende Zarge aus Platin. Der Ringkopf, auch aus Platin gefertigt, überführt die ovale Form des Steins in ein gelängtes Sechseck. Sägefugen und kleine Diamanten erzeugen ein elegantes Spiel von Schatten und Licht - es ist die Liebe zur Geometrie des Art Déco, das hier den Entwurf bestimmt. Der Ring selbst ist aus Weißgold gefertigt und damit ein frühes Beispiel der Verwendung dieses erst in den Jahren um 1912 überhaupt entwickelten Metalls. Er ist vermutlich in Großbritannien entstanden und sehr gut erhalten.

Schmuck in elegantem, kühlen und edlen Weiß - das war der Traum der Schmuckgestalter seit dem späten 19. Jahrhundert. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Diamanten waren zwar verfügbar, doch die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst war nur Silber verfügbar, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an und kann Verfärbungen auf Haut und Kleidern hinterlassen. Seit den Jahren um 1900 wurde dann immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Erst als im Jahre 1912 in Pforzheim die massentaugliche Herstellung von Weißgold geglückt war, durch eine kluge Legierung von Gold mit anderen Metallen, war der Weg frei für rundum weißen Schmuck. Es sollte nun jedoch noch bis zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg dauern, bis sich das neue Metall richtig durchsetzte: Mit der Mode des Art Déco jedoch gab es hier kein Halten mehr.

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