Glanz und Struktur

Expressiver vintage Ring mit Rubin & Diamanten in Gold, um 1970

Struktur war das große Thema in der Kunst der 1960er und 1970er Jahre. In der bildenden Kunst darf man hier etwa an die Nagelbilder Günther Ueckers denken oder seine Prägedrucke, die lediglich aus von Nägeln abgenommenen Abdrücken auf weißem Bütten bestehen. Doch auch den Bereich des Schmucks erreichte die Beschäftigung mit der Struktur. „Textures fascinate craftsmen today more than ever before“ – „Texturen faszinieren die Kunstgewerbler heute mehr als jemals zuvor“, dies schrieb Graham Hughes, damals Sekretär der geschichtsträchtigen Worshipful Company of Goldsmiths, des englischen Berufsverbandes der Goldschmiede, schon 1963 (Hughes, Modern Jewelry, London 1963). Insbesondere Gold durfte in dieser Zeit gern Strukturen annehmen, die an Sand oder Baumrinde erinnerten, für sich genommen und im Kontext des Schmucks aber stets abstrakt wirkten. Dies illustriert die aus hochkarätigem Gold gefertigte Schiene des vorliegenden Ringes besonders gut. Breit gearbeitet, weist sie jenen Spielraum auf, welche den ausführenden Goldschmied das klassische Thema des Entourage-Ringes durch eine ausgefallene Schiene variieren ließ. Dem blütenförmigen, im Licht glänzenden Ringkopf stellt sie so eine weniger zarte, stattdessen expressive und kräftige Formensprache entgegen, sodass ein Entwurf voll innerer Spannung entsteht. Der Stein, der hier zwischen den beiden Enden der strukturierten Schiene und inmitten eines Kranzes von Diamanten präsentiert wird, ist ein natürlicher Rubin von etwa 2,10 ct. Er weist eine dunkelrote, beerenfarbene Tönung mit leichtem Blaustich auf, die durch die feine weiße Farbe der Diamanten zusätzlich hervorgehoben wird. Entourage-Ringe wie dieser waren eine große Mode der 1960er und 1970er Jahre, und eigneten sich wie der vorliegende hervorragend dazu, kostbare Farbsteine zu inszenieren. Wie eine Stempelung im Inneren der Ringschiene beweist, wurde der Ring 1975 nach London importiert, entstand also vor diesem Datum. Er ist sehr gut erhalten und wird mit einem unabhängigen Gutachten geliefert, welches die Qualität der Materialien bestätigt.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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