Zeit des Umbruchs

Archaische Gemme in vintage Goldring, Griechenland, wohl 7. Jh. v. Chr.

Die archaische Periode des antiken Griechenlands umspannt die Jahre von etwa 800-500 v. Chr. Es war eine spannungsreiche Zeit, in welcher die Siedlungsform der Polis aufkam und sich die Regierungsform der Tyrannei verbreitete. Die Griechen begannen den mediterranen Raum, jenen des Marmarameers und des Schwarzen Meeres zu kolonisieren, und mit den Kolonien spannten sich umfassende Handelsnetzwerke aus. Am Ende dieser historischen Epoche waren die Grundsteine für das gelegt, was wir heute die klassische Antike nennen. In jene ereignisreiche archaische Zeit datiert auch die vorliegende Gemme, die eine in schwarzen Schiefer geschnittene Szene präsentiert. Dargestellt sind zwei menschliche Figuren in der Seitenansicht; ihre Hände treffen sich in der Mitte an einem sternähnlichen Symbol. Vermutlich handelt es sich hier um ein Zeichen der kyprischen Silbenschrift, welche vor Einführung des griechischen Alphabets in der arkadisch-kyprischen Dialektgruppe des Altgriechischen genutzt wurde. Eine Szene auf einem Diskos aus Megara, im frühen 7. Jh. v. Chr. in hellgrünen Glimmerschiefer geschnitten, zeigt das gleiche Symbol zwischen zwei Pferdefiguren (vgl. Erika Zwierlein-Diehrl, Antike Gemmen und ihr Nachleben, Berlin 2007, Abb. 51b). Nicht nur die Nutzung dieses auch in der Literatur ungedeuteten Symbols, sondern ebenfalls die strichartige, abstrahierte Ausführung der Figuren und die keulenförmig angesetzten Gliedmaßen legen eine Entstehung der Gemme um das 7. Jh. v. Chr. nahe (vgl. ebd., etwa Abb. 54, 57, 62). Doch was stellt die Szene dar? Während mythologische Szenen auf archaischen Gemmen erstmals in der zweiten Hälfte des 8. Jh. v. Chr. auftauchten (vgl. ebd., S. 29), vermutlich also kurz bevor die unsrige geschnitten wurde, waren auch profane Szenen weit verbreitet. Viele harren allerdings noch heute der Deutung. Aus der archaischen Periode sind als Zweierfiguren etwa Gemmen mit Zweikampf- und Kriegerszenen bekannt (vgl. ebd., Abb. 37 und 70b). Im 20. Jahrhundert wurde unsere Gemme in einen Ring aus rötlichem Gold gefasst, der sie mit einem zurückhaltenden, modernen Entwurf umgibt. Ring und Gemme sind sehr gut erhalten.

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