Wundersame Verwandlung

Ungewöhnlicher antiker Platinring mit blauem Edel-Zirkon, um 1930

Der Zirkon ist ein in Deutschland zu Unrecht kaum bekannter, natürlicher Edelstein. Nichts hat er mit dem preiswerten „Zirkonia“ gemein, der im Labor hergestellt wird und einen billigen Diamantersatz darstellt. Echte Zirkone sind kostbare Edelsteine, die in vielen schönen Farben vorkommen können, wobei besonders die blauen Exemplare in der Epoche des Art Déco besonders geschätzt waren und bis heute Raritäten auf dem Juwelenmarkt darstellen. Diese blauen Edelzirkone tragen den Handelsnamen „Starlit“ und sie entstehen, indem man die stets dunkelbraun gefundenen Steine, die im Rohzustand beinahe aussehen wie Steinkohle, bei Temperaturen um die 1000 Grad Celsius in Lehm eingepackt und vorsichtig über mehrere Stunden brennt. Mit etwas Glück entsteht so das unverwechselbare Blau, das zu den begehrtesten Farben im Spektrum der Edelzirkone zählt. So verwandelt sich ein zunächst unscheinbares Material zu einem kostbaren Edelstein. Der hier vorliegende Ring aus den Jahren um 1930 ist mit einem großen blauen Zirkon von beinahe einem Zentimeter Durchmesser und sechs kleinen Diamanten in alten Schliffen besetzt. Der Ring selbst besteht aus hochkarätigem Platin, mit dem das kühle Farbspiel harmonisch abgerundet wird. So entsteht ein außergewöhnliches Schmuckstück, das die Blicke auf sich ziehen wird. Der Ring kam aus London zu uns.

Schon im Altertum war der Zirkon als Edelstein bekannt und wurde an einigen der weltweit ältesten archäologischen Ausgrabungsstätten gefunden. Er taucht in verschiedenen alten Schriften auf, darunter in der Bibel und einem Hindu-Gedicht über den mythischen Kalpa-Baum, der mit Blättern aus Zirkon geschmückt gewesen sein soll. Einige Quellen erwähnen eine jüdische Legende, in der ein Engel namens „Zirkon“ vorkommt, der im Garten Eden über Adam und Eva wachen sollte. Unter seinem alten Namen „Hyazinth“ findet der Zirkon mehrfach in der Bibel Erwähnung, zuerst als einer der „feurigen Steine“ (Hesekiel 28, 13-16), die Moses überreicht und in den Brustschild Aarons eingesetzt werden (2. Mose 28, 15-30), und dann als einer der zwölf Edelsteine, die die Grundsteine der Stadtmauer des Himmlischen Jerusalem schmücken werden (Offenbarung 21, 19-20). Andreas, Bischof von Caesarea, war Ende des 10. Jh. einer der ersten Kirchenschriftsteller, die die zwölf Edelsteine des Himmlischen Jerusalem mit den Aposteln in Verbindung brachten: Den Hyazinth (Zirkon) wies er dem Apostel Simon zu.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen