Ewiglich Umschlungen

Viktorianischer Schlangenring aus Gold mit Diamanten, um 1900

Der hier vorliegende Ring zeigt die Körper zweier Schlangen, in enger Umwindung verschlungen. Die Köpfe der Tiere aus Gold halten kleine weiße Diamanten, die sich im Achtkantschliff präsentieren. Das Ringmotiv der Schlange ist ein altes Freundschafts- und Verbundenheitssymbol. Bereits die alten Ägypter kannten diese Bildidee, in Deutschland erlebte sie im Biedermeier eine Hochphase und später auch im Jugendstil eine Renaissance. In England werden Ringe dieser Art „promise rings“ genannt, denn ihnen liegt oft ein Versprechen zugrunde: Ähnlich wie sich die Schlange scheinbar unlösbar um den Finger ihrer Trägerin wickelt, so fest soll die Freundschaft oder Liebe des Schenkenden sein. So verwundert es nicht, dass der Verlobungsring, den Prinz Albert der späteren Queen Victoria schenkte, ebenfalls ein Schlangenring war. Diese Ringe sind bis heute oft Geschenke einer immer währenden Freundschaft oder werden als Zeichen einer unlösbaren Liebe und Verbundenheit getragen. Der hier vorliegende, breite Ring kann sowohl von Damen wie auch Herren getragen werden und ist in den Jahren um 1900 in Großbritannien entstanden. Er gefällt durch seine nicht zu kleine Größe und Präsenz sowie das schöne Funkeln der Diamanten und des Goldes, aus denen er gearbeitet ist.

Eine besondere Strömung innerhalb der Kunst der Jahrhundertwende war der sog. Symbolismus. Formal eng mit dem Jugendstil verwand, prägten vorwiegend belgische Künstler wie Fernand Khnopff oder Félicien Rops diesen Stil, doch schufen auch Künstler aus Frankreich wie Gustave Moreau oder Odilon Redon und Deutschland wie Max Klinger Werke, die sich dem Symbolismus zuordnen lassen. Gemeinsam ist den Gemälden, Graphiken, Zeichnungen und Schmuckentwürfen dieser Epoche, dass die Entwürfe auf den ersten Blick oft befremden oder gar abstoßen, da mit Vorliebe verrätselte und ungewöhnliche Motive verwendet wurden. Schlangen, Käfer, Totenschädel und teilnahmslos blickende Gesichter bevölkerten die Leinwände, um die Betrachter zum Nachdenken über das Leben, die Religion, Metyphysik und das Wesen der Natur anzuregen, getreu dem Kernsatz des sog. Symbolistischen Manifests von 1886: „Die wesentliche Eigenschaft der symbolistischen Kunst besteht darin, eine Idee niemals begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen“.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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