Objekt der Begierde

Römische Gemme des Amor in einem antiken Goldring, 1./2. Jh. n. Chr. und um 1890

Ein Objekt der Begierde im wahrsten Sinne des Wortes ist der vorliegende Ring: Denn er zeigt als sein Schaustück eine antike, römische Gemme des Amor bzw. Cupido, dem Gott des Verlangens und der leidenschaftlichen Liebe. In zweifarbigen Lagenstein geschnitten, erhebt sich das runde Antlitz des kindlichen Gottes plastisch vor dunklem Grund. Seit der Regierungszeit des Kaisers Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) war Amor ein verbreitetes Motiv in der römischen Kunst. Doch wurde ihm nicht in eigenen Tempeln gehuldigt; vielmehr begleitete er andere Gottheiten, meist seine Mutter Venus, die Göttin der Liebe. Dabei ging diese Darstellung auf die frühere griechische Mythologie zurück, in der er als mit Pfeil und Bogen bewaffneter Eros nicht nur Glück stiftete, sondern auch allerlei Unheil anrichtete: Ob Mensch oder Gott, wer von seinen Pfeilen getroffen war, ließ sich ungeachtet aller Konsequenzen und Gefahren allein von seiner Leidenschaft leiten. Diese neckische, spielerische Natur ist es wohl, welcher der Gott auch sein kindliches Aussehen zu verdanken hat. Gleichzeitig spiegelt es die Launenhaftigkeit der Lust und Liebe wider. Das kindliche Gemüt des Liebesgottes ist auch Gegenstand von allerlei Erzählungen und Gemälden: Schon der griechische Dichter Theokritos etwa ersann ihn als Honigdieb, der von den Bienen gestochen zu seiner Mutter lief und sich weinend beklagte. Sie jedoch sagte ihm, er selbst sei doch nur ein kleines Wesen, und würde doch ebenso durch die Stiche seiner Pfeile den Menschen große Schmerzen zufügen. Die römische Gemme des kleinen Liebesgottes hat die Zeitläufte hervorragend überstanden. Im späten 19. Jahrhundert dann wurde sie in einen massivgoldenen Ring gefasst, dessen Seiten mit neogotischem Rankendekor verziert sind – ebenso verschlungen und verworren, wie es teils die Pfade der Liebe selbst sind. Ein Ring mit vergleichbarer Gemme aus dem 1./2. Jahrhundert findet sich im Victoria & Albert Museum, London, unter der Inventar-Nr. 8778-1863

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