Herz an Herz

Romantischer Rokoko-Ring mit Granaten und Perlen, England um 1780

Der vorliegende Ring gefällt uns nicht allein durch sein hohes Alter, sondern auch durch seine schöne Symbolik und die Präsenz seiner Materialien: Zwei stilisierte Herzen, sich gegenseitig zugewandt, sind aus großen Almandingranaten und in rötliches Gold gefasst. Überhöht werden die beiden Herzen von einer Krone, in der sich ebenfalls kleine Almandine finden. Kleine, natürliche Perlen umgeben die beiden Herzen und setzen der Krone kleine Glanzpunkte auf. Eine schlichte Schiene aus Gold vervollständigt den Entwurf. Ringe mit Herzen aus Edelsteinen waren eine große Mode des 18. Jahrhunderts. Aus einer Vielzahl von Materialien wie Diamanten, Rubinen, Smaragden, Granten und nicht zuletzt Perlen entstanden so elegante Schmuckstücke, welche die innige Verbindung zweier Liebender symbolisieren sollten. Rote Edelsteine, wie Almandingranate waren aufgrund ihrer Bedeutung als Liebessymbole immer die erste Wahl - damit einher geht die Bedeutung der Perle, denn diese wird der Liebesgöttin Venus zugeordnet. In der Vorstellung der Zeit stehen sich mit den beiden Herzen Mann und Frau als Liebende gegenüber; als eigenständige Elemente erkennbar, doch fest verbunden durch ihr Gefühl und symbolhaft vereint in einem Schmuckstück. Die Verarbeitung des hier vorliegenden Ringes weist ihn als ein authentisches Schmuckstück des 18. Jahrhunderts aus. Der Ring ist eine Arbeit der Jahre um 1780 und hat offenbar im 19. Jahrhundert eine neue, stabile Schiene bekommen. Trotz seines hohen Alters immer noch tragbar. Vergleichbare Ringe finden sich in den Sammlungen der großen Kunstgewerbemuseen, wir verweisen hier allein auf Diana Scarisbrick Standardwerk „Rings. Jewelry of Power, Love and Loyality“, London 2007, welche auf S. 88 mehrere ganz vergleichbare Stücke des 18. Jahrhunderts beschreibt.

Diamanten im Rosenschliff, auch „Rose couronée“, „gekrönte Rosen“ genannt, finden sich bereits bei Schmuckstücken des 16. Jahrhunderts; zahlreiche berühmte Diamanten wie der Orloff und der Großmogul sind in diesem Rosenschliff gestaltet. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberseite des Diamanten sternförmig facettiert ist und die Unterseite flach geschliffen wurde. So entsteht ein ganz spezifischer, sanfter Schimmer, der sich sehr vom manchmal grellen Leuchten der heutigen Brillanten unterscheidet.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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