Göttliche Powerfrau

Schal-Clip mit Lagenstein-Gemme der Göttin Athene, um 1870

Der Götterhimmel der Antike kannte viele Gottheiten für jedes erdenkliche Anliegen und mit den verschiedenen Zuständigkeiten. Die Göttin Athene, jung, schön und anmutig, war die Schutzgöttin Athens und zugleich die Herrin der Weisheit, der Strategie und der Künste und Wissenschaften. Die hier vorliegende Gemme zeigt uns ihr Profilbild in zweifarbigen Lagenstein-Achat geschnitten. Reich und bewegt flutet ihr langes Haar unter ihrem Helm mit großem Federbausch hervor. Das Gesicht der Göttin ist nach dem antikem Schönheitsideal mit gerader Nase geformt und ruhig, dabei voll, schön und elegant. Gemmen entstanden im 19. Jahrhundert in großer Zahl. Besonders die Reisenden der Grand Tour, vorzugsweise Engländer und andere Gentiluomini aus dem Norden Europas, welche hier ihre Bildung vervollkommnen wollte, erwarben die Schnitzarbeiten in Italien als Souvenirs. Sie besuchten die Antiken Bauwerke, studierten die Kunstsammlungen Roms und Neapels, und brachten von ihrer Reise kleine Andenken mit in den Norden. Doch auch dort, in der nordischen Heimat, entstanden zum Ende des Jahrhunderts vor allem in Stein geschnittene Gemmen, welche sich nach den Vorbildern aus dem warmen Süden richteten. Die hier vorliegende Gemme ist wohl das Werk der Steinschneider von Idar-Oberstein, welche besonders in der Arbeit in hartem Achat eine besondere, europaweit gefeierte Meisterschaft entwickelten. Die Fassung im archäologischen Stil ist dann zeitgleich in den Jahren um 1870 entstanden. Vgl. zur Datierung die bei Brigitte Marquardt. Schmuck. Realismus und Historismus. 1850-1895. Deutschland, Österreich, Schweiz, München 1998, S. 287 abgebildeten Broschen aus der Werkstatt von Hugo Schaper, Berlin. Ursprünglich war die Gemme mit ihrer Goldfassung wohl eine Brosche. Der Blick auf die Rückseite mit verglastem Medaillonfach zeigt nämlich, dass die heute dort angebrachten Clip-Montierungen erst im 20. Jahrhundert hinzugefügt und das Schmuckstück so zu einem Schalclip gewandelt wurde. Seitdem lässt sich das schöne Objekt an einem Seidentuch, einem Carré oder einem leichten Schal als wunderbarer Blickpunkt präsentieren.

Muschelgemmen mit mythologischen Motiven entstanden vor Allem im 19. Jahrhundert in Italien besonders für die Reisenden auf einer Grand Tour. Diese sog. Kavalierstour, welche hier die Bildung der Reisenden vervollkommnen sollte, führte zu den antiken Bauwerke, in die Kunstsammlungen Roms und Neapels und die frühen Touristen brachten von ihrer Reise kleine Souvenirs mit über die Alpen, die von den Erlebnissen der italienischen Reise künden sollten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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