Kunstformen der Natur

Schicke vintage Ohrclips mit Perlen in Gelbgold, um 1970

Schmuck der 1960er und 1970er Jahre lotet die Möglichkeiten des verarbeiteten Materials aus und liebt den Kontrast zwischen verschiedenen starken Farben, interessante und ungewöhnliche Strukturen, gewagte Volumina und ausdrucksstarke Reliefierungen. Es entstanden unikate Schmuckstücke, bei denen die Arbeitsspuren des Herstellungsprozesses nicht versteckt wurden, sondern als Ausweis genuiner Handarbeit selbstbewusst zur Schau gestellt werden sollten. David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 402–445, zeigen am Beispiel verschiedenster Schmuckstücke, wie die Gestalter und Goldschmiede gerade in diesen Dekaden versuchten, Naturwiedergabe und Abstraktion miteinander in Einklang zu bringen. Hierbei blieb die Natur, Tierwelt genauso wie das Reich der Pflanzen, für viel Entwürfe die Grundlage der Inspiration. Das hier vorliegende Paar Ohrclips ist der Punzierung nach in Deutschland entstanden. Löffelförmige Elemente sind zu Clustern zusammengestellt und tragen an den Enden der langen Stiele weiß schimmernde Perlen. Und haben diese Formen nicht nur an kosmische Galaxien erinnert, sondern auch an die berühmten Tafeln Ernst Haeckels der Flechten aus seinen „Kunstformen der Natur“ von 1904, hier Tafel 83. Haeckel selbst hatte sein Werk im Vorwort den Künstlern seiner Zeit als Vorlagenwerk empfohlen: „Die moderne bildende Kunst und das moderne mächtig emporgeblühte Kunstgewerbe, werden in diesen wahren „Kunstformen der Natur“ eine reiche Fülle neuer uns schöner Motive finden.“ (Ausgabe Leipzig 1904, S. 4). Ob es noch rund 65 Jahre später wirkmächtig war? Die Ohrclips sind ein schönes Beispiel für Schmuck der Nachkriegsmoderne, gestalterisch auf der Höhe ihrer Entstehungszeit, und müssen sich beispielsweise hinter den Designs eines Andrew Grima aus London nicht verstecken, dessen Schmuck gerade als Ausdruck der Nachkriegsmoderne wiederentdeckt wird. Sie sind sehr gut erhalten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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