Wie einst Marie Antoinette

Schöne Silberdose mit Emaillemalerei im Rokokostil, Österreich um 1930

Das Rokoko, die höfische Welt der Eleganz und des Luxus strahlten nicht nur zum Ende des 18. Jahrhunderts von Frankreich aus in die Welt. Auch nach dem Ende des Ancien Régime in der französischen Revolution erlebte diese Kunst der Leichtigkeit und des verfeinerten Geschmacks immer wieder neue Moden. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden etwa in Wien die Räume Sissis und Franz-Josephs in der Hofburg im Rokokostil dekoriert, auch entstand ebenso ein Appartement für dieselbe Kaiserin in Venedig: Das KuK Imperium konnte sich als das neue Reich eines Sonnenkönigs verstehen. In den 1920er Jahren erlebte die Welt dann noch einmal eine Rokokobegeisterung. Während das Art Déco begann seine Erfolge zu feiern, entstanden in den USA ebenso wie in Europa erneut auch Raumausstattungen und Accessoires in diesem Stil. Gerade für das Schlafzimmer einer Dame, für Gartenpavillions und elegante Festsäle bot sich diese Formensprache so sehr an, dass sie zahlreich Verwendung fand. Als Traumland der Schönheit und des galanten Amüsements blieben die Jahre des späten 18. Jahrhunderts somit lange im kollektiven Gedächtnis. Noch Cole Porter versetzte den Protagonisten seines in den späten 1930er Jahren in New York uraufgeführten Musicals „Du Barry was a Lady“ an den Hof Ludwigs XV: Liebesaffären, kostbarer Schmuck, hohe Perücken und beschwingte Musik kombinierten sich hier zu einem Wirbelwind ebenso amüsanter wie eleganter Unterhaltung. Die hier vorliegende Dose aus reich emailliertem Silber spricht genau diese Sprache des Rokoko. Die flache Silberschmiedearbeit zeigt eine charmante Szene, welche direkt einem Bild Watteaus entsprungen sein könnte: Ein Mann und überrascht eine Frau mit verbundenen Augen auf einer Lichtung im Grünen. Ein kleiner Amor at seine Pfeile verschossen und offenbar setzt gerade die Wirkung ihres Liebeszaubers ein - ein klassisches Schäferstündchen also. Die Rahmung der Szene ist graviert; der übrige Rand der Dose und ihre Rückseite mit blauem Email verziert. Die Dose ist in Lupenmalerei bemalt und das mit ausgesprochener Könnerschaft. Die Punzierung der Dose, die für allerlei kleine Gegenstände verwendet werden kann, zeigt, dass das Stück erstaunliche Parallelel mit dem Lebensweg der Marie Antoinett aufweist! Sie ist in Österreich in den Jahren nach 1925 entstanden und war für den Export bestimmt. Eine zweite Marke auf dem linken Rand zeigt zudem, dass die Dose im Anschluss in Straßburg erneut geprüft wurde und offenbar nach Frankreich importiert worden ist. Wir datieren sie daher in die Jahre um 1930 – und freuen uns an diesem besonderen Objekt, dass uns entführt in die Welt des Rokoko, der Madame Du Barry und der Marie Antoinette.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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