Holde Hera

Schöne Achat-Kamee als Brosche in Gold, um 1900

Gemmenschmuck war vor allem im Historismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts beliebt. Das sich aber auch andere Stile dieses Mediums bedienten zeigt die vorliegende Brosche aus den Jahren um 1900. Die aus zweifarbigem Lagenstein geschnittene Kamee zeigt eine Figur der griechischen Mythologie. In ausgesprochen detailreichem Schnitt wird eine bekannte Gottheit des Altertums präsentiert, die durch die Jahrhunderte hindurch von verschiedenen Künstlern von der Renaissance bis in die Moderne dargestellt wurde. Es handelt sich um die Göttin Hera (griechisch Juno), der in der Antike die Aufgabe zukam, über Ehe und Niederkunft zu wachen. Erkennbar ist sie an ihrem typischen Haarschmuck, einer Art Diadem, welches in ihrem reichen Haar steckt und das sie als verheiratete Frau auszeichnet. Die Auffassung des Kopfes der Göttin strahlt den eleganten Neo-Klassizismus dieser Jahre aus. Die ausgesprochen fein gearbeitete Rahmung aus graviertem Gold bietet hierzu einen ebenso eleganten wie passenden Rahmen. Die Verarbeitung ist des Goldes ist von staunenswerter handwerklicher Finesse. Auch die beim Tragen unsichtbare Rückseite ist minutiös ausgestaltet. Sechs kleine Naturperlen berreichern den Entwurf. Ein interessantes Schmuckstück aus der Sagenwelt der griechischen Antike, in grandioser Umsetzung der vorletzten Jahrhundertwende.

Die technische und wissenschaftliche Entwicklung Europas hatte im 19. Jahrhundert die Geschichtswissenschaft zur Leitdisziplin der Zeit werden lassen. Neue Ausgrabungen in Italien erschlossen bislang unbekannt gebliebene Epochen der europäischen Geschichte, und besonders die Frühzeit der Kulturen erlebte ein bislang unbekanntes Interesse. In Italien wurden hierbei besonders die Etrusker neu entdeckt und ihr Kunsthandwerk über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Über den engen Rahmen der Universität hinaus begeisterten sich dabei auch die Bürger der europäischen Staaten für die neuen Entdeckungen und suchten Schmuckstücke, Möbel und Kusthandwerk in diesen aufregenden, neuen Formen zu besitzen. In Rom wurde in diesem Zusammenhang die Firma Castellani besonders berühmt: Fortunato Pio Castellani und seine Söhne erforschten die Etrusker und boten bald erstklassigen Schmuck für die gekrönten Häupter des Kontinents an, der die Formensprache dieser frühen Bewohner der italischen Halbinsel aufnahm. Doch auch in Deutschland wurden ihre Arbeiten, die man schnell unter dem Begriff des "archäologischen Stils" bekannt machte, mit Interesse aufgenommen und mit den Formen der eigenen Geschichte verschmolzen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen