Götterspeisung

Schöne Muschel-Kamee der Hebe, Italien um 1930

In diesem Angebot freuen wir uns, Ihnen eine schöne Brosche vorstellen zu können, die sicher in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein Souvenir aus Italien war. Die Fassung des hochovalen Schmuckstücks ist aus Messing und Silber gearbeitet und zeigt aus der Vorderseite eine fein geschnittene Gemme aus zweifarbiger Muschelschale. Dargestellt ist eine Szene der klassischen Mythologie: Wir sehen die jugendlichen Hebe in ruhigem Miteinander mit dem Göttervater Zeus in Gestalt eines Adlers. In kraftvollem Schnitt hat der Gemmenschneider Hebe als Göttin der Jugend bei ihrer wichtigsten Aufgabe im Götterhimmel festgehalten: Sie ist Mundschenkin der olympischen Götter und für die Zubereitung der Speisen verantwortlich. Hier serviert sie ihrem Vater Zeus eine Schale der Götterspeise Ambrosia und hält eine Karaffe mit Nektar im Arm. Hebe sitzt auf einer Mauer, Zeus als mächtiger Adler nähert sich im Fluge und nährt sich von der Ambrosia. Bei Homer kommen Nektar und Ambrosia in der Ilias und in der Odyssee als unsterblich machende Speise der Götter regelmäßig vor. Im Verlauf der mythologischen Überlieferung soll Hebe nach ihrer Hochzeit mit Herakles vom trojanischen Prinzen Ganymed in dieser Aufgabe abgelöst worden sein, er daraufhin Mundschenk der Götter wurde.

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen kunstgewerblichen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der antiken Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. Oft waren Figuren des olympischen Götterhimmels oder mythologische Szenen das Thema der Darstellungen. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich an den Gecschichten, die die Muschelschalen erzählen konnten zu erfreuen. Die Kunst des Gemmenschneidens hat bis heute in Italien, besonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider in Italien, wobei sich jedoch leider die mythologische Themenwelt verloren hat.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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