Bildnis eines Reformers

Seltenes Glas-Intaglio Friedrich Wilhelms III. von Calandrelli, um 1840


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Seltenes Glas-Intaglio Friedrich Wilhelms III. von Calandrelli, um 1840
Seltenes Glas-Intaglio Friedrich Wilhelms III. von Calandrelli, um 1840
Beschreibung
„Nicht dem Purpur, nicht der Krone räumt er eitlen Vorrang ein. Er ist der Bürger auf dem Throne, und sein Stolz ist’s Mensch zu sein.“ So dichtete Karl Alexander Herklots auf den ein Jahr zuvor zum König von Preußen gekrönten Friedrich Wilhelm III. Wie wenige andere Könige von Preußen war Friedrich Wilhelm ein Mann der Reform und des Fortschritts, obwohl die Zeiten seiner Regierung nicht immer gewogen waren. Während seiner Regierungszeit von 1797 bis 1840 sah seine Heimat die Unterwerfung unter Napoleon und große wirtschaftliche Not; er selbst musste mit seiner geliebten und vom Volk verehrten Gattin Luise sogar aus Berlin vor den französischen Truppen fliehen. Doch in der Tradition Friedrichs des Großen und unter dem Druck der Zeiten gestaltete er den absolutistischen Staat schließlich zu einem modernen aufgeklärten Königtum um. Der König vollendete mit Hilfe des Freiherrn vom Stein den preußischen Beamtenstaat, entließ die Bauern aus der Leibeigenschaft, stellte die Juden in Preußen den Christen rechtlich gleich und förderte nicht zuletzt das Bildungssystem durch die Gründung der Berliner Universität. Auch die Wirtschaft florierte zum Ende seines Lebens wieder: Der Beginn der Industrialisierung Preußens, welche später noch rasant an Fahrt gewinnen sollte, lässt sich mit ersten Reformen unter seiner Herrschaft begründen. Kein Wunder also, dass Friedrich Wilhelm III., nicht weniger als Königin Luise, in Preußen ebenso wie im Ausland in hoher Verehrung stand. Ein wunderbarer Ausweis dieser volkstümlichen Verehrung liegt nun hier vor, in Form eines Portraitbildes des Königs als Brosche. Wir sehen das Antlitz des Königs im Profil nach links. Die gelockten Haare, die langen Koteletten und auch der schmale Schnurrbart zeichnen das Antlitz des Königs aus. Das aus rotem transparentem Glas gefertigte Intaglio ist auf der Seite signiert und als Werk des in Berlin lebenden, aus Italien stammenden Gemmenschneiders Giovanni Calandrelli (1784–1853) gekennzeichnet. Calandrelli, der unter anderem für den Polnischen Prinzen Poniatowski arbeitete, war einer der hervorragendsten Graveure seiner Zeit. Eine dauerhafte, feste Stellung bliebt ihm jedoch versagt und er kämpfte zeitlebens mit Geldproblemen. Preiswertere Arbeiten wie das hier vorliegende Intaglio in Glas mögen daher dazu gedient haben, einen breiteren Kundenkreis für seine Arbeiten zu erschließen. Erst sein Sohn Alexander wurde Professor für Bildhauerei und arbeitete erfolgreich im Auftrag der preussischen Krone, unter anderem schuf er das Reiterstandbild Wilhelms IV. vor der alten Nationalgalerie. Als Vorlage des Intaglios diente offenbar das auf Münzen und Medaillen verbreitete Altersbildnis des Königs. Wir bilden eine Medaille aus dem Jahr 1840 ab, die anlässlich des Todes des Königs herausgegeben wurde. Das Intaglio wird in den selben Jahren entstanden sein. Die Fassung aus rötlichem Gold, die das Glas zur Brosche macht, ist vermutlich eine Generation später entstanden, in den Jahren um 1870. Vgl. zu Calandrelli u.a. L´antica maniera. Zeichnungen und Gemmen des Giovanni Calandrelli in der Antikensammlung Berlin, bearb. v. Gertrud Platz-Horster, Köln 2005, Tafel 12, S. 97, VI 18.
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