In Memoriam

Sentimentale Trauerbrosche aus Gold mit Haarstaubmalerei, um 1840

Broschen, Anhänger oder Ringe, welche das Haar einer geliebten Person in sich aufnehmen, präsentieren oder aus diesem Haar gefertigt sind, solche Schmuckstücke sind seit dem 17. Jahrhundert, besonders aber von der Zeit der Empfindsamkeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Bestandteil der westeuropäischen und später auch amerikanischen Schmuckkultur. Während die meisten Freundschafts- und Trauerschmuckstücke jedoch geflochtene Haarsträhnen verwendeten, war die sogenannte Haarstaubmalerei etwas seltener: Hier wurde zu feinem Staub gemahlenes Haar mit Tempera- oder Aquarellfarben auf verschiedenen Materialien, häufig Elfenbein, vermalt. In der Schweiz, wo wir diese Brosche gefunden haben, wurden Haarstaubmalereien teils als Klosterarbeiten von Nonnen gefertigt. Die hier vorliegende Arbeit zeigt eine Urne auf einem Sockel mit dem Monogramm „A. P.“, daneben eine Frau im Trauergewand. Im Hintergrund tönt ein zartes Blau den Himmel der romantischen Landschaft, während eine Trauerweide, deren hängende Zweige in Haarstaub ausgeführt sind, die Szene zur linken Seite rahmt. Passenderweise greift auch die Fassung der Szenen das jenseitige Thema der Darstellung auf: Die Rahmung wird zu den Seiten durch plastisch geformte Mohnkapseln abgeschlossen, welche auf den Todesschlaf und das Reich des Morpheus verweisen. Motive wie dieses gab es schon zu Ende des 18. Jahrhunderts und sie blieben noch bis weit in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts hinein populär. Die Form und Verarbeitung der Fassung indes lässt darauf schließen, dass die Brosche in den Jahren um 1840 entstand. Da die Kunst der Haarstaubmalerei heute verloren ist, hat das vorliegende Stück nicht nur künstlerischen, sondern auch historischen Wert. Zum Typus und der Datierung vgl. auch die bei Gisela Zick: Gedenke mein. Freundschafts- und Memorialschmuck 1770-1870, Dortmund 1980, abgebildeten Schmuckstücke.

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