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Sentimentaler Medaillon-Anhänger aus Gold & Perle, Historismus um 1875

Im 19. Jahrhundert gehörten Medaillons zu den beliebtesten Schmuckgeschenken. Kein Wunder, eignen sich diese Broschen und Anhänger mit verdecktem Fach doch ausgesprochen gut dazu, sowohl an freud- wie leidvolle Ereignisse und vor allem an liebe Menschen zu erinnern. Meist verwahrte man hierin Bilder der Liebsten genauso wie sentimental aufgeladene Haarlocken oder ähnliches. So allgegenwärtig waren Medaillons jeglicher Gestalt, dass die Zeitschrift „London Society“ im Jahr 1870 einen humoristischen Cartoon von Alfred Thomas unter dem passenden Titel „The Locketomanic“ (Die Medaillonverrückte) veröffentlichte. Wir sehen hier eine modisch gekleidete Dame, die mehr als dreißig verschiedene Medaillons an jeder Stelle ihrer Kleidung trägt und sich damit schmückt. Diese kleine Zeichnung verdeutlicht, wie beliebt diese Schmuckstücke in der Epoche Queen Viktorias waren – und wie gern sie getragen wurden. Das hier vorliegende Medaillon ist durch seine Form und Verarbeitung in diese Jahre der Hochphase der Medaillon-Begeisterung in den 1870er Jahren zu datieren. Es ist als Oval entworfen und besteht aus 14-karätigem Gold über einem Inneren Rahmen aus Tombak. Die Vorderseite ziert ein appliziertes Dekor mit einer kleinen Naturperle. Auf der Rückseite ermöglicht ein verglastes Fach die Aufnahme einer Haarlocke, eines Fotos oder ähnlicher sentimentaler Erinnerungsstücke. Das Schmuckstück fan hier in Berlin zu uns und beweist, dass nicht nur in England Medaillons beliebt waren.

Die technische und wissenschaftliche Entwicklung Europas hatte im 19. Jahrhundert die Geschichtswissenschaft zur Leitdisziplin der Zeit werden lassen. Neue Ausgrabungen in Italien erschlossen bislang unbekannt gebliebene Epochen der europäischen Geschichte, und besonders die Frühzeit der Kulturen erlebte ein bislang unbekanntes Interesse. In Italien wurden besonders die Etrusker neu entdeckt und ihr Kunsthandwerk über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Über den engen Rahmen der Universität hinaus begeisterten sich dabei auch die Bürger der europäischen Staaten für die neuen Entdeckungen und suchten Schmuckstücke, Möbel und Kusthandwerk in diesen aufregenden, neuen Formen zu besitzen. In Rom wurde in diesem Zusammenhang die Firma Castellani besonders berühmt: Fortunato Pio Castellani und seine Söhne erforschten die Etrusker und boten bald erstklassigen Schmuck für die gekrönten Häupter des Kontinents an, der die Formensprache dieser frühen Bewohner der italischen Halbinsel aufnahm. Doch auch in Deutschland wurden ihre Arbeiten, die man schnell unter dem Begriff des „archäologischen Stils“ bekannt machte, mit Interesse aufgenommen und mit den Formen der eigenen Geschichte verschmolzen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.