Aesthetic Movement

Silbernes Set aus Medaillon-Brosche & Ohrringen, um 1885

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begannen britische Künstler zunehmend, die tradierten Werte des Kunsthandwerks abzulehnen. Dabei ging es einerseits darum, die Materialität nicht weiterhin in den Vordergrund zu stellen. Nicht nur kostbare Juwelen in Gold konnten schön sein und den Wert eines Schmuckstücks bestimmen – vielmehr sollte der ästhetische Wert eines Entwurf höher geschätzt werden. So entstand viel Silberschmuck, der nicht allein den Adligen und Reichen vorbehalten war. Diese Haltung, der Schönheit einen über allem anderen stehenden Wert zu verleihen, nannte man Ästhetizismus bzw. Aesthetic Movement. Doch auch Form und Entwurf sollten originell sein, sich nicht auf den althergebrachten Formen ausruhen, welche seit Jahrzehnten wiederholt wurden. So blickte man nach Japan, dessen Grenzen gerade im Jahr 1868 dem Westen über geöffnet worden ware und dessen Kunst nun zum ersten Mal einem großen Publikum bekannt wurde. Insbesondere die japanischen Farbholzschnitte der Edo-Periode faszinierten europäische Künstler. Sie nannten sich Ukiyo-e, Bilder der fließenden Welt, und stellten das Schöne, Sinnenfreudige, jedoch Vergängliche in den Vordergrund. Die klaren Linien jener Drucke waren anders als alles, was man in Europa kannte, wirkten frisch und modern. Diese Drucke mögen auch dem ausführenden Handwerker vorgeschwebt sein, der hier die Schmetterlinge in das Silber gravierte – womöglich hatte er sogar einen solchen als Vorlage bei sich. Nicht von ungefähr erinnern die zarten, beschwingten Linien an ähnliche Farbholzschnitte der Edo-Zeit, etwa jene des Künstlers Kubo Shunman (1757–1820, vgl. letzte Abb.). Allein das Anwendungsgebiet der Schmuckstücke ist unbestreitbar viktorianisch: Es handelt sich um eine Demi-Parure, ein Set aus Brosche und Ohrringen, wie es in jede bürgerliche Schmuckgarderobe gehörte. Die Brosche ist zusätzlich mit einem rückseitigen Medaillonfach versehen. Im Original-Etui hat das Set sich hervorragend erhalten. Wir konnten es in London entdecken, wo es einst von den Goldschmieden Alfred Goad & Sons im Distrikt Islington hergestellt wurde. Die Firma bezog die im Innendeckel des Etuis vermerkte Adresse in der High Street 29 in den Jahren 1883-84.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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