Prachtvolles Gleißen

Solitär-Ring des späten Art Déco mit Altschliff-Diamant in Gold & Platin, um 1940

Die 1920er Jahre haben einen neuen Stil in die Welt des Schmucks gebracht: Geometrische Abstraktionen, edle Materialien und luxuriöse Ausstattung waren die Schlagworte, mit denen sich der neue Stil der Art Déco umreißen ließ. Je länger und weiter der Stil sich dabei verbreitete, desto weiter entwickelten sich auch die Formen. In Paris und den USA entstand so in den Jahren nach 1930 eine besondere Spielart des späten Art Déco, der in den USA „Retro“-Jewellery genannt wird: Die Formen wurden kräftiger, körperhafter, und der Schmuck noch einmal prächtiger. Der hier vorliegende Ring folgt dieser Mode: Ein wunderbarer, hell leuchtender Diamant im Altschliff ist in eine Carreaufassung aus Platin gesetzt. Stomlinenförmig dynamisch, zugleich kraft- und prachtvoll wölben sich Ringkopf und Ringschiene uns entgegen. Der Ring selbst ist aus 14-karätigem Gelbgold hergestellt, was dem Stück einen warmen Grundton gibt. Das Stück, das wir auf Grund seiner Formensprache, seiner Materialien und Verarbeitung in die Jahre um 1940 datieren, ist erstklassig erhalten und kann sowohl von Damen als auch Herren getragen werden.

In der Antike wurden Diamanten vor allem für ihre unvergleichliche Härte geschätzt. Als Symbole unbesiegbarer Stärke war ihre Schönheit bestenfalls zweitrangig. Tatsächlich erscheinen die frühen Diamanten dem modernen Auge überhaupt nicht attraktiv. Mittelalterliche Schlifftechniken erlaubten ebenfalls keine spektakulären Lichtreflexe und die verbreiteten Tafelschliffe brachten nur Helligkeit und Farbe der Steine zur Geltung. All das änderte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts. Der Adel des Barock entwickelte eine Vorliebe für glitzernde Edelsteine. Besonders populär waren Diamanten im Rosenschliff, deren vielfältige Facetten das Kerzenlicht wunderbar reflektieren. In der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich ein erster, früher Brillantschliff, der nach dem einflussreichen Kardinal Jules Mazarin als Mazarinschliff bezeichnet wird und sich durch eine Krone mit 17 Facetten auszeichnet. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurden diese Diamanten dann durch eine neue Form abgelöst, der nach seinem Erfinder als Peruzzi-Schliff benannt ist. Vincenzo Peruzzi war ein Edelsteinschleifer aus Venedig, der die Krone der Diamanten um zusätzliche Facetten auf insgesamt 33 erhöhte und so das Feuer der Steine enorm steigerte. Diese frühen Brillanten waren jedoch, was Anzahl und Form der Facetten angeht, nicht standardisiert. Jeder Stein wurde so geschliffen, dass möglichst viel Substanz erhalten bleiben konnte. Neue Diamantvorkommen in Brasilien führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dann zu einer Schliffform, die als Old Mine Cut bekannt wurde. Diese Diamanten ähneln bereits sehr unseren heutigen Vollschliff Brillanten, doch sollten noch einige Generationen stetiger Verbesserung der Schlifftechnik nötig sein, bis aus dem Old Mine Cut zunächst der Altschliff, und schließlich in den 1940er Jahren der moderne Vollschliff wurde.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen