Sommerliche Pracht

Spektakulärer Saphir-Armreif mit Diamanten in Gold, Günter Winkler (Augsburg), um 1955

Mit dem Wirtschaftswunder kehrte im Deutschland der Nachkriegszeit auch das gesellschaftliche Leben wieder. Opernhäuser und Theater eröffneten von Neuem, frisch errichtete Hotels luden in den großen Städten zu leuchtenden Bällen – wie zuletzt in den späten 1920er Jahren. Der Schmuck dieser Jahre knüpfte daher ebenso an die Epoche des späten Art Déco an. Die qualitätvollsten Schmuckstücke sind stets aus Gelbgold geschmiedet, dessen warmer, reicher Glanz besonders geschätzt wurde. Große Farbsteine und Diamanten zieren die oft großflächigen Stücke, die so in einem reichen, luxuriösen Licht strahlen. Neben phantasievollen Broschen war eines der begehrtesten Schmuckstücke dieser Zeit das Armband bzw. der Armreif. Breite Goldarmbänder avancierten zu einem wahren Statussymbol dieser Jahre, das nicht zuletzt auch den Reichtum der Familie zum Ausdruck bringen konnte. Einen besonders kostbaren Armreif mit reichem Besatz hingegen finden wir hier, ein wahres Freudenfest edler Materialien und erstklassiger Verarbeitung. Sieben große, natürliche und unbehandelte Saphire in hellem blau und gelb sind mit Diamanten im Brillantschliff und warm leuchtendem Gelbgold kombiniert. Die erstklassigen Saphire zeigen gleichmäßige, kraftvolle Pastelltöne, sind besonders transparent und nahezu frei von Einschlüssen. Abwechselnd in ihrer Farbe und von den Diamanten gerahmt, sind sie quer zum Verlauf in den Armreif gesetzt. Der Armreif ist in den Jahren um 1955 vom Augsburger Goldschmiedemeister Günter Winkler gefertigt worden; mit dem Stück hat sich die originale Klappbox Winklers erhalten. Winkler war in den Jahren nach dem Krieg mit seinen stets kostbaren und meisterhaft ausgeführten Entwürfen ausnehmend erfolgreich. Zugleich engagierte er sich im Berufsverband der Goldschmiede, dessen Vorsitzender er – nicht zuletzt in Anerkennung seiner fachlichen Kompetenz – von 1949 bis 1952 war; 1958 erhielt er die Goldene Ehrennadel des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede. Der Armreif ist erstklassig erhalten. Die verwendeten Saphire sind absolute Glücksfunde und Garanten für gute Wertbeständigkeit. Denn Saphire, die von Natur aus schön und nicht farbverbessert, nicht erhitzt oder mit Bleiglas gefüllt sind, werden kaum noch im Handel angeboten. Allein in historischen Schmuckstücken hat man daher die Gelegenheit, solche Steine zu finden. Ihre Qualität hat auch ein unabhängiges Gutachten der Deutschen Gesellschaft für Edelsteinbewertung festgestellt, das mit dem Armreif mitgesendet wird.

Der Saphir ist ein wahrhaft königlicher Stein. Noch häufiger als der Rubin schmückt er die Kronen der Monarchien Europas: Die englische Staatskrone funkelt im Licht von 18 wunderschönen Saphiren, ebenso viele weist die des Böhmenkönigs Wenzelslaus auf. Und doch teilt er mit dem Rubin viele Eigenschaften, denn für den Mineralogen gehören beide Steine zur Gruppe der Korunde. Die berühmtesten Saphire der Welt stammen aus Kaschmir, wo heute indes nur noch wenige Saphire gefördert werden. Kaschmir-Saphire zeigen ein kraftvolles Kornblumenblau und haben einen sog. „schläfrigen“, leicht milchigen Charakter. Saphire anderer Fundstätten zeigen abweichende Blautöne: Steine aus Burma, die ebenfalls höchste Qualitäten erreichen können, tendieren eher zu einem Ultramarin. Saphire aus Sri Lanka leuchten in einem eher helleren, himmelblauen Ton. Saphire aus beiden Fundorten tendieren dazu, stärkere Einschlüsse zu zeigen. Nicht vergessen allerdings sollte man, dass Saphire nicht nur blau sein können! Denn wie der Rubin gehört der Saphir zur Gruppe der Korunde. Da nun in der Mineralogie alle Korunde mit Ausnahme des roten Rubins als Saphir bezeichnet werden, begegnen neben den blauen Varietäten auch gelbe, grüne und orange Saphire. Diese Steine, so sie eine herausragende Qualität in Farbe und Einschlussfreiheit haben, erzielen ebenfalls hohe Preise im Handel. Besonders begehrt ist die rosa- bis orangefarbene Variante des Saphirs: Diese Steine stammen ausschließlich aus Sir Lanka und sind unter dem Namen Padparadscha bekannt. Heute werden oftmals aber auch Steine aus anderen Regionen durch technische Behandlung in ihrer Farbe verändert und dann ebenso als Padparadscha verkauft. Im Volksglauben gilt der Saphir als Stein der Wahrheit, der Treue, der Klugheit und der Vernunft. Dem entsprechend trug der Doge von Venedig einen solchen milden, blauen Stein als Zeichen seiner Treue und Vermählung mit dem Meere, in Gold gefasst. Und auch Königin Elisabeth I. von England glaubte daran, dass ihr Saphir sie gegen Verleumdung und List schützen könne.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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