Lang lebe der König

Sog. Stuart Crystal-Ring aus England in Gold und Silber, frühes 18. Jhd.

Die Geschichte Großbritanniens ist reich an großen und kleineren Momenten voller Dramatik. Eine besonders aufwühlende Epoche war nicht zuletzt der Kampf des schottischen Hauses Stuart um die britische Krone – und wie so viele Geschehnisse aus der hohen Politik hatte diese auch im im Bereich des Schmucks einen direkten Niederschlag. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts rangen in Großbritannien die Familien Stuart und Tudor um die Macht und den Königsthron. Doch nicht nur das: Die Revolution unter Oliver Cromwell verkomplizierte die Situation noch weiter. Köpfe rollten, Blut floss reichlich und die Religionen bekämpften sich noch zusätzlich. Kein Wunder also, dass auch die zahlreichen prominenten Toten dieser Wirren von den Überlebenden als Parteigänger herangezogen wurden. Eine besondere Popularität nahm bei der Partei der katholischen Schotten dabei Charles I. ein, der 1649 von den wütenden Revolutionären in London enthauptet worden war. Seine Anhänger trugen schon bald Ringe mit dem Porträt bzw. einer Locke vom Haupt des Toten mit sich, um ihre Loyalität zu seiner Familie zum Ausdruck zu bringen. Diese Idee war neu – und mit einem Mal ein ganz neuer Schmucktypus entstanden: Der Erinnerungsring. Ringe mit einem Bergkristall, hinter dem eine kunstvoll arrangierte Haarlocke verwahrt wird, werden in Großbritannien nach ihrem ersten Auftreten „Stuart Crystal“ genannt. In späteren Zeiten entstanden auch Stücke, die an andere Personen erinnerten. Besonders im späten 18. Jahrhundert war diese Mode in allen Bevölkerungskreisen verbreitet und neben Haar wurden auch kleine Malereien usw. in Ringen verwahrt. Zuletzt stammt auch unser heutiges Medaillon von dieser Tradition ab. Der hier vorliegende Ring ist ein besonders schönes Exemplar dieser Mode. Aus Gold geschmiedet, fasst der Ringkopf in Silber fünf facettierte Bergkristalle, hinter deren größtem sich ein mit Golddraht belegtes Haargeflecht befindet. Ob es von Charles I. stammt, wagen wir nicht zu behaupten. Doch Form und Verarbeitung des Ringes lassen ihn uns sicher in das frühe 18. Jahrhundert datieren. Er ist erstklassig erhalten. Zur Geschichte des Stuart Crystal vgl. auch Diana Scarisbrick: Rings. Jewelry of Power, Love and Loyality, London 2007, S. 188-190, mit Abbildungen.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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