Ein weißer Stern

Traumhafter 0,95 ct Altschliff-Diamant in einem Platinring des Art Déco, um 1930

Es ist laut, schnell und wild: Der Verkehr rauscht über den Potsdamer Platz im langsam verglimmenden Abendlicht. Die Verkehrsampel in der Mitte des Platzes, die erste Ampel Deutschlands! – springt auf rot – die wartenden Menschen strömen über die Straßen, vorbei an den wartenden Automobilen, lachen, rennen, drängeln, und füllen die vielen großen Lokale ringsumher. Die Leuchtreklamen an den Häusern beginnen zu glühen, von fern erklingt eine Jazzkapelle: Das Berlin der Zwanziger Jahre war eine Weltstadt, für einen kurzen Moment ein Schmelztiegel der Kulturen, ein New York Europas. Inmitten dieses Trubels, inmitten der sich verändernden Gesellschaft und der neuen Erfindungen entstand eine neue Mode im Bereich des Schmucks: Ganz Europa suchte mit einem Mal das Neue, frei vom Ballast der Geschichte. Geometrische, klare Formen, leichte Farben, vorzugsweise Weiß: Der Schmuck sollte in der Nacht glühen wie die neue Elektrizität, die überall Einzug erhielt. Luxuriös sollte er sein, wie das gerade von den Nöten der Krise befreite Leben. Und einfach, ohne Sorgen. Der hier vorliegende Ring ist ein Kind dieser Zeit. Ganz aus kühlweißem Platin geschmiedet, präsentiert er einen eindrucksvollen Diamanten im Altschliff in seiner Mitte. Beinahe ein ganzes Karat wiegt der Stein, der ganz aus weißem Licht geschaffen zu sein scheint. Zarte Schattenfugen, feine Punzierungen und nicht weniger als zehn kleinere Diamanten begleiten ihn und lassen ihn am Finger geradezu schweben. Die hohe Kuppelform, in welcher der Goldschmied den Ring entworfen hat, spannt sich wie ein Firmament über dem Finger auf und setzt den Stein wie einen Stern ans Himmelszelt. Der Ring, der ganz und gar aus Platin geschmiedet ist, ist in den Jahren um 1930 entstanden. Er ist erstklassig erhalten und wartet nur darauf, von neuem Pracht, Luxus, Dynamik und das Gefühl des Neuen in das Leben seiner Trägerin zu bringen.

Die Zwanziger- und beginnenden Dreißigerjahre waren die Hochzeit des Platinschmucks. Zwar war das Metall bereits seit der Antike bekannt, doch wurde es lange Zeit nur wenig beachtet. Nicht zuletzt seine hohe Schmelztemperatur von 1.768 °C erschwerte lange Zeit seine Verarbeitung . Auf Spanisch wurde es sogar etwas abfällig als „platina“ (Kleines Silber / Silberchen) bezeichnet, wovon sich auch unser heutiger Name ableitet. Erst an der Wende zum 20. Jahrhundert ermöglichten verbesserte Schmelzverfahren den Siegeszug des Platins, das weit feinere und detailreichere Arbeiten erlaubt als Gold oder gar Silber. Dass damals kostbarste Metall der Welt wurde vor allem für seine helle Farbe geschätzt, welche weiße Diamanten hervorragend in ihrer Wirkung steigert. Gerade in dieser Kombination entstehen Schmuckstücke von jener strahlend-kühlen Eleganz, welche das Art Déco so favorisierte.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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