Prince Albert aus England

Edle Uhrkette aus Gold mit Berlocke, Großbritannien um 1900

Eine elegante Zeit muss die Jahrhundertwende gewesen sein, zumindest wenn man zu einer betuchteren Gesellschaftsschicht gehörte. Die Damen flanierten mit großen Hüten und ausladenden Kleidern und die Herren stets mit Hut und einem dem Anlass angemessenen Anzug aus feinem Zwirn. Zu diesen Anzügen, die natürlich mit Weste getragen wurden, war ein Accessoire unabdinglich: eine Taschenuhr, die nicht nur die geschlagene Stunde anzeigen sollte, sondern gleichsam auch als kostbares Objekt ein Gegenstand der Repräsentation gewesen ist. Da die Uhr jedoch, in der Westentasche getragen, für das Gegenüber unsichtbar ist, kamen schnell aufwändige Taschenuhrenketten in Mode, die vom Knopfloch der Weste bis in die Tasche reichten und so mit dem Funkeln des Goldes den Wohlstand ihrer Träger und gleichsam die Anwesenheit einer teuren Uhr nach Außen darstellen konnten. Solch eine Uhrenkette aus dem Großbritannien der Jahre um 1900 liegt hier vor. Das Schmuckstück besteht aus einer Panzerkette aus Rotgold, Auf beiden Seite endet die Kette in einem Karabiner. In der Mitte befinden sich an zwei abgehängten Ketten ein Knebel und eine Berlocke mit Heliotrop. Es handelt sich um eine sogenannte Albert-Kette, benannt nach dem Ehemann von Königin Victoria, der es liebte, Taschenuhrenketten zu tragen. Auch heute noch ist die Kette ein kostbares Accessoire für alle Besitzer einer Taschenuhr – wenngleich sich auch die Statussymbole geändert haben und eine Taschenuhr nicht mehr unbedingt an erster Stelle dazu gehört. Doch Stil bleibt Stil und kommt niemals aus der Mode!

Uhrketten sind mit dem Siegeszug der Armbanduhr nahezu vollständig in Vergessenheit geraten. Ursprünglich verbanden diese oft phantasievoll gestalteten Ketten die Taschenuhr mit der Kleidung, um die Uhr bei versehentlichem Herausrutschen vor dem Sturz auf den Boden zu bewahren - und zugleich die Anwesenheit einer teuren, aber dem Gegenüber ja meist verborgenen Uhr außen hin anzudeuten. Beim Herrn steckte die Uhr in der Westentasche und die Kette reichte zu einem Westenknopf. Aufwendige Anhänger, sog. Berlocken, zierten die Uhrkette, etwa ein Petschaft mit Siegel, oder verschiedene Trachtenanhänger. Die Dame hatte mehr Möglichkeiten, ihre Uhr zu tragen. Entweder sie hängte sich die Uhr an einer langen Uhrkette um den Hals, sozusagen als Anhänger. Bei einer besonders langen Kette mit Schieber wurde die Uhr dann in den Kleidungssaum, den breiteren Gürtel oder in eine Tasche des Kostüms geschoben. Oder man befestigte die Uhr an einer Brosche am Dekolleté, verbunden durch eine mehr oder weniger lange Kette. Heute können die zahlreichen wunderbaren erhaltenen Uhrketten natürlich weiterhin zum Tragen einer Uhr benützt werden. Gerade die langenDamenuhrketten mit Schieber können aber genauso gut auch andere Anhänger tragen, wobei die durch ihre besondere Länge ein besonders schönes Spiel der Bewegungen aufweisen.

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