Ewige Rosen

Ungewöhnlich großer Marquise-Ring mit Rosenschliff-Diamanten, um 1890

Diamanten im Rosenschliff – auch „rose couronée“, „gekrönte Rosen“ genannt – finden sich bereits in Schmuckstücken des 16. Jahrhunderts. Zahlreiche berühmte Diamanten wie der Orloff und der Großmogul sind in diesem Rosenschliff gestaltet. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberseite des Diamanten sternförmig facettiert, die Unterseite jedoch flach geschliffen ist. So entsteht ein ganz spezifischer, sanfter Schimmer, der sich sehr vom manchmal grellen Leuchten der heutigen Brillanten unterscheidet – ja, der geradezu auf Kerzenschein ausgerichtet ist, wie er in früheren Jahrhunderten die abendlichen Feste illuminierte, zu denen Diamantschmuck überhaupt erst angemessen erschien. Der vorliegende Ring präsentiert ungewöhnlich große Diamantrosen von besonders schöner Klarheit und Helligkeit, wie man sie selten findet. Zusätzlich sind sie in beinahe anachronistisch anmutender Technik mit Silberfolien hinterlegt worden, um ihr Leuchten noch zu intensivieren. So ist der Ringkopf vollständig mit großen Diamantrosen im sog. Pavé ausgefasst, die in ihren silbrigen Betten klar und hell schimmern. In seiner eindrucksvollen Größe bedeckt das Arrangement ein ganzes Fingerglied. Ringe in dieser Form nennt man Schiffchen-, Navette- oder Marquise-Ringe. Ihre Form als auch letzterer Name entstanden, so erzählt man, einst am französischen Hof: König Louis XV. soll einen Edelsteinschleifer beauftragt haben einen Schliff zu erfinden, der ihn an das Lächeln seiner Maitresse erinnerte, die ebenso schöne wie einflussreiche Marquise de Pompadour. Aus der Form dieses Schliffes entstand dann jene des Ringes. Hier schließen sich an den marquiseförmigen Ringkopf ornamentale Schultern an, die an stilisierte Ranken erinnern. Ein prachtvoller, ungewöhnlich großer Ring mit ebensolchen Diamantrosen, der gerade im Licht und in Bewegung einen einmaligen Eindruck hinterlässt. Der Ring kam aus dem Süden Englands zu uns, wo er vermutlich auch entstanden ist.

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