Grünes Licht

Ungewöhnlich schöner Smaragd-Ring mit Brillanten, England um 2000

Seit dem 16. Jahrhundert erfreut sich insbesondere ein Ringtypus besonderer Beliebtheit: Der Entourage-Ring. Die Bezeichnung leitet sich vom französischen Wort für Begleitung oder Gefolge ab und beschreibt die Art, in welcher ein Kranz von Diamanten einen großen Mittelstein umgibt. Solche blütenartigen Arrangements sind bereits in der Frühen Neuzeit bekannt. Ringe jener späteren Zeit zeichnen sich jedoch meist dadurch aus, dass die Edelsteine in der Regel von einer Unterkaderung aus feinen Streben aus Edelmetall gehalten, welche besonders viel Licht an den die unteren Facetten des kostbaren Besatzes lässt, während die Edelsteine bei früheren Modellen oft geschlossen gefasst sind. Der Stein, der hier in dieser klassischen Weise und doch modernpräsentiert wird, ist ein herrlich grüner Smaragd. Sein leuchtendes Grün umgibt ein Kranz qualitätvoller Brillanten von insgesamt 0,79 ct. Zwei größere Brillanten besetzen die Übergänge zu den Ringschultern. In seiner Mitte des qualitativ hochwertigen Smaragded zeichnen sich jene kristalinen Einschlüsse ab, welche natürlich entstandene Steine ausweisen und bei Smaragden poetisch als „Jardin“, also als Garten bezeichnet werden. Dieser kleine Garten aus feinen Strukturen offenbart sich beim aufmerksamen Blick in die glatt geschliffene Tafel des Edelsteines, und lässt an die Regenwälder der Tropen denken, die für ihre reichen Smaragdvorkommen berühmt sind. Der feine Entourage-Ring ist ein Stück, das in keiner Sammlung ausgewählten Vintage-Schmucks fehlen sollte. Mit seinem farbintensiven Mittelstein ist er zudem ein idealer Verlobungsring für eine Dame, die Grün liebt!

Der Name des Smaragds stammt vermutlich aus dem lateinischen „Smaragdus“, was wiederum aus dem griechischen „Smaragdos“ übernommen ist. Der Smaragd wurde bereits um 1300 vor Christus erstmalig in Ägypten abgebaut, die für lange Zeit den Smaragdhandel im Mittelmeerraum beherrschten. Erst mit der Eroberung Südamerikas durch die Spanier wurde deren Handelsstellung gebrochen, da es auch dort reichhaltige Smaragdvorkommen gab. Der Smaragd gehört zu den wertvollsten Edelsteinen und besitzt schon seit jeher einen sehr hohen Stellenwert in vielen Kulturen. Die alten Ägypter erkannten schon früh die Heilkräfte des Smaragds, besonders aber seine Wirkung für die Augen. Plinius der Ältere schrieb über ihn im Jahr 77 n. Chr.: „Wenn die Augen geschwächt sind, so werden sie durch das Betrachten des Smaragds wieder gestärkt. Des Steines sanftes Grün vertreibt die Mattigkeit“. Nero etwa soll einen Smaragd zur Stärkung seiner Augen als Monokel getragen haben und auch von Kleopatra heißt es, sie solle ihre Schönheit und Jugend durch das Tragen von Smaragden unterstützt haben.

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