Am Abend des Jahrhunderts

Ungewöhnliche Goldbrosche mit Rauchquarz, Diamanten und Naturperlen, um 1890

Die Mode der Jahrhundertwende liebte Broschen in allen möglichen Formen, wie ein Blick auf die alten Fotos in den Familienalben belegt. Die Damen trugen als Tagesgarderobe zu ihren Kleidern oft hochgeschlossene Blusen, die den Hals und das Dekolleté vollständig bedeckten. Und zentral vor dem Hals war in jenen Jahren der Ort, an dem eine prachtvolle, doch nicht zu opulente Brosche ihren Platz fand. Diese hatte oft eine Stabform, manchmal war sie aber auch rund oder oval. Überhaupt war das Tragen von Schmuckstücken im ausgehenden 19. Jahrhundert viel stärker reglementiert als heutzutage. So wurde Brillantschmuck klassischerweise am Abend getragen und galt am Vormittag als unschicklich - ebenso wie er nur verheirateten Damen vorbehalten war. Anders sah es mit Perlen und Farbsteinen aus, die auch unverheiratete Damen am Vormittag schmücken durften. Eine Brosche aus ebendiesen Materalien liegt hier nun vor: In den Jahren um 1890 entstanden, sehen wir zentral einen ungewöhnlich geschliffenen, sechseckigen Rauchquarz, der in einem Saum aus natürlichen Perlen zwei goldenen Stegen aufliegt. Diese Stege sind ebenfalls mit Naturperlen ausgefasst, so dass die gesamte Oberfläche der Brosche einen warmen Lüster verströmt. Das Besondere an dieser Brosche ist die Qualität ihrer Verarbeitung und der handwerkliche Anspruch mit dem sie gestaltet wurde. So ist eingelegt in den zentralen Edelstein ein Arrangement aus Gold und Diamantrosen, bei dem man sich verwundert fragt, mit welchem Geschick dieses funkelnde Blattwerk in den Rauchquarz eingepasst worden sein muss. Dennoch ist es dezent und zurückhaltend - und diese Brosche ist ein Stück, das bei genauerer Betrachtung immer schöner wird. Die Farbsteinbrosche der Belle Époque kam hier in Berlin zu uns, wo sie vermutlich auch entstanden ist.

Der Quarz ist ein Mineral, das in vielen Farbvarietäten vorkommt. Reiner Quarz, der vollkommen transparent und farblos ist, wird als Bergkristall bezeichnet. Durch eingelagerte Eisenionen kann der Quarz eine violette Färbung zeigen: Dann wird er als Amethyst bezeichnet. Doch auch der gelb bis orange-braun farbige Citrin, der lauchgrüne Prasiolith sowie der braun-graue Rauchquarz (Morion) gehören zu den als Edelsteinen beliebten Formen des Quarz. Dennoch können als Schmuckstein nur wenige der geförderten Quarze verwendet werden. Denn durch mikroskopische Einschlüsse von Flüssigkeiten und Gasen sind Quarze oftmals milchig trüb (Milchquarz) und erscheinen im Gestein eingewachsen grau.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen