Arts & Crafts

Ungewöhnlicher Goldring mit Amethyst, wohl England um 1900

Das „Arts and Crafts Movement“ war eine zunächst britische, später auch amerikanische Bewegung in Kunst und Kunsthandwerk der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis etwa 1920. Gegründet durch William Morris, fanden John Ruskin sowie eine Gruppe von Malern, Architekten und anderen Künstlern zusammen, um eine neue Verbindung zwischen Kunst, Gesellschaft und Arbeit zu finden. Im Zeitalter der maschinellen Produktion von Gegenständen wollten die Künstler des Arts and Crafts eine Rückbesinnung auf das Handwerk und eine Wiedervereinigung von Kunst und Kunsthandwerk erreichen - mit dem Ziel, die schöpferische Vollwertigkeit des Kunsthandwerks wiederherzustellen. In diesem Bestreben trafen sich ihre Ideen mit jenen der Künstler des Jugendstil bzw. Art Nouveau auf dem Kontinent und beide Kunstrichtungen teilen viele gemeinsame Formvorstellungen. Besonders Morris legte großen Wert auf die eigene Arbeit, die Freude an der Handarbeit und natürlicher Schönheit des Materials. Daher zeichnen sich viele der Entwürfe dieser Gruppe durch eine gewisse Handwerklichkeit der Formgebung aus und eine kraftvolle, mitunter auf den ersten Blick auch etwas grob wirkende Formensprache, die im Detail dann jedoch wieder durch ihren Einfallsreichtum und ihre Verarbeitung begeistert. Der hier vorliegende Ring, aus solidem Goldblech von Hand getrieben, ist ein schönes Beispiel dieses Stils. In der Mitte des Entwurfs sehen wir einen festlich funkelnden Amethysten im Facettenschliff. Der Stein ist effektvoll von unten in den großen Ringkopf eingelegt. Ein Dreipass aus voluminösen Schwüngen umgibt den Schmuckstein wellenartig, wobei die Hammerschläge im Material sichtbar gelassen sind. So entsteht eine fein martellierte Oberfläche. Es genau diese Vermischung von Stolz zur Schau gestellter Handwerklichkeit und modernen dynamischen Formen, die diese Form des englischen Jugendstils ausmachen. Der Ring kam aus dem Westdeutschen zu uns und hat im Verlauf seiner Geschichte einmal eine neue Schiene bekommen. So kann das spannende Stück unkompliziert getragen werden.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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