Die Zahnfee war da!

Ungewöhnlicher Goldring mit Milchzahn, datiert 1961

Spätestens seit den Jahren des Biedermeier wurden Kinder in Deutschland nicht mehr als kleine Erwachsene im Miniaturformat angesehen, sondern als Kinder mit eigenem Recht verstanden. Erst jetzt sah man in ihnen liebesbedürftige kleine Wesen, die der Stolz der liebenden und obhutgewährenden Eltern waren. Dass in dieser Zeit nun erstmals auch Schmuckstücke entstanden, die genau diese Entdeckung des Kindes thematisieren, überrascht nicht. Bildmedaillons waren ohnehin eine große Mode des 19. Jahrhunderts, in denen auch Haarsträhnen der Kinder aufbewahrt werden konnten. Doch auch kuriosere Stücke haben sich erhalten, die uns heute überraschen und erfreuen, so wie der hier vorliegende Ring. In seiner Mitte sehen wir einen ganz besonderen Schatz: Es ist ein Milchzahn, der Backenzahn eines kleinen Kindes, der sich hier in Gold gefasst zeigt. Jede Mutter und auch jeder Vater weiß, was es bedeutet, wenn ein Kind seine Zähne verliert und wie der Verlust auch ein Wachsen und so ein langsamer Abschied von der Kindheit bedeuten kann. Es verwundert deshalb wenig, dass viele Eltern diese ausgefallenen Zähnchen aufheben, als Erinnerung an die Kindheit ihrer geliebten Nachkommen. Zum Schmieden des Ringes ist ein Ehering verwendet worden, wie die Gravur in der Ringschiene, vermutlich mit den Daten der standesamtlichen und der kirchlichen Hochzeit verrät. Der Ring wurde oben durch eine organisch aufgesetzte Fassung ergänzt, die den Zahn sicher hält und seitliche Schraffuren zeigt. Der Mutter der Jahre um 1961, die wohl mit Stolz diesen Ring trug, war der Milchzahn ihres Kindes vermutlich wertvoller als mancher Diamant und so hat dieses ungewöhnliche Zeitzeugnis sicher seinen Platz in einer Sammlung ausgefallener Schmuckstücke verdient.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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