Künstlerschmuck des Art Déco

Unikates Set von Ursula Bach-Wild aus Gold & Citrin, um 1935

An der Wende zum 20. Jahrhundert hatte die Industrialisierung auch die Schmuckherstellung erreicht und den Mark mit maschineller Massenware von bisweilen fragwürdiger Qualität überschwemmt. Als Gegenbewegung bemühten sich eine Reihe von Schmuckgestaltern darum, das ursprüngliche und anspruchsvolle Goldschmiedehandwerk neu zu beleben und den Massenartikeln unikate Stücke entgegen zu stellen. Namhafte Künstler wie Elisabeth Treskow und Johann Michael Wilm experimentierten mit beinahe vergessene Handwerkstechniken wie der Granulation und schufen ebenso ausdrucksstarke wie einzigartige Arbeiten, die dem Kunstschaffen ihrer Zeit eine neue Facette hinzufügten. Das vorliegende Set ist ein solcher Schmuck aus Künstlerhand, es handelt sich um eine Arbeit von Ursula Bach-Wild aus den Jahren um 1935. Ursula Bach-Wild (* 8. Januar 1903 in Schwerte; † 10. März 1987 in Münster) studierte ab 1919 an den renommierten Kunstschulen von Münster und Kassel bevor sie 1925 nach Berlin-Charlottenburg wechselte. In dieser Zeit entwickelte sie eine eigenständige Handschrift und schuf in ihrer Werkstatt neben Schmuck vor allem Liturgische Geräte, die bis heute in zahlreichen Gemeinden Westfalens verwendet werden. Das Stadtmuseum Münster zeigte einige Arbeiten von Ursula Bach-Wild in seiner Dauerausstellung. Das vorliegende Set besteht aus Armband, Brosche und Ring. Alle Stücke sind aus 14-karätigem Gold gefertigt und präsentieren schöne Citrine im sogenannten Bufftop-Schliff. Vor allem begeistern jedoch die handgearbeiteten Goldschmiedeelemente mit applizierten Figuren. In naiver Formensprache sehen wir Szenen, in denen die Sehnsucht nach naturverbundener Ursprünglichkeit spürbar wird. Sterne und Nadelbäume evozieren eine nächtliche Waldlandschaft, die von springenden Hirschen und unbekleideten menschlichen Figuren belebt wird. Der Entwurf lässt den Einfluss des deutschen Art Déco erkennen. Thematisch steht der Entwurf den Lebensreformbewegung wie Wandervogel und Freikörperkultur nahe, die im ersten Drittel des 20. Jahrhundert in freier Natur eine eigene Lebensart entwickeln wollte. Das Set ist sehr schön erhalten und ein wundervolles Zeugnis künstlerischen Goldschmiedehandwerks - darüber hinaus sieht es einfach zauberhaft aus!

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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