The Natural World

Viktorianische Demi-Parure aus Ohrringen & Brosche mit Granat & Perlen, um 1850

Noch nie waren die Naturwissenschaften in Großbritannien so präsent gewesen wie zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Nicht nur Charles Darwin war in aller Munde, auch Künstler beschäftigten sich ernsthaft mit der Natur – nicht mehr auf rein metaphorische, teils verklärte Weise wie die Romantiker um 1800, sondern weitaus direkter. Die frühen Werke aus dem Kreis der Präraffaeliten etwa waren schockierend realistisch: John Bretts Darstellung der Gletscher von Rosenlaui von 1856 erreichte eine beinahe wissenschaftliche Präzision, und an John Everett Millais' Darstellung der in einem von Pflanzen gesäumten Fluss ertrinkenden Ophelia von 1852 soll ein Botanik-Professor seine Studenten unterrichtet haben. Auch im Schmuck schlug sich dies nieder, denn Schmuck war durch die Jahrhunderte hindurch nicht nur schmückendes Beiwerk. Ebenso wie an der bildenden Kunst lassen sich an ihm gesellschaftliche Strömungen und Wandlungen ablesen. Britische Schmuckstücke der Jahre um 1850 sind deshalb oft botanisch inspiriert. Anders als frühere Schmuckstücke, welche Blumenmotive und Ranken stark stilisierten, sind diese Stücke oftmals sehr naturnahe entworfen. Manche zeigen sich in Form knorriger Äste, andere weisen Ornamente in Form feiner Blätter auf, die dreidimensional gestaltet und naturalistisch geädert sind. Das vorliegende Set aus Brosche und Ohrringen ist ein wunderbares Beispiel hierfür. Der Grundentwurf ist jeweils ein verschlungener Knoten aus Goldbändern, dem Efeublätter und Ranken aufgelegt sind. Mittig entspringt den Grundelementen jeweils ein weiteres Arrangement aus Blättern, die durch Punzierungen und Gravierungen fein geädert sind. Wie eine kostbare Frucht tragen sie je einen zum Cabochon geschliffenen Almandin-Granat, der von Saatperlen umrahmt ist. Wie bei den präraffaelitischen Gemälden, so tragen die Naturdarstellungen auch hier bei aller Präzision noch eine versteckte symbolische Ebene. So galt Efeu in der viktorianischen Sprache der Blumen als Sinnbild der ehelichen Treue, weshalb man es auch oft als Gravur auf Eheringen findet. Der Granat war ebenfalls mit Assoziationen der Beständigkeit und Treue behaftet (vgl. z.B. Kunz: The Curious Lore of Precious Stones, 1913 oder Welsh: The Language, Sentiment, and Poetry of Precious Stones, 1912). Die Demi-Parure ist sehr gut erhalten. Wir haben das Innenleben eines antiken Kästchens in grünem Samt ausschlagen und einpassen lassen, sodass das viktorianische Set nun gut geschützt ist.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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