Black Beauties

Viktorianische Ohrringe aus Whitby Jett, England um 1875


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Beschreibung
Im Dezember des Jahres 1862 starb mit nur 42 Jahren Albert, der Prinzgemahl Königin Viktorias, an Thypus. Der Tod ihres über alles geliebten Gatten traf die Monarchin schwer. Viktoria verordnete eine zweijährige Staatstrauer und trug bis an ihr Lebensende (insgesamt noch erstaunliche 39 Jahre!) nur noch Trauerkleidung. Generell waren im 19. Jahrhundert die Trauerzeiten genau geregelt und die damit verbundenen Vorschriften für entsprechende Kleidung und Trauerschmuckstücke waren strikt: Aller farbiger Schmuck war verboten und nur solcher in den Farben Schwarz, Silber und Weiß gestattet. In diese Zeit fällt der erstaunliche Aufschwung der englischen Jett-Schmuckstücke. Jett ist chemisch eine besonders dichte Kohle und lässt sich derart polieren, dass ein lackartiger Glanz entsteht. Das Material ist zudem relativ leicht und auf der Haut getragen angenehm warm. Der wichtigste Fundort von Jett fand sich in der Nähe des nordenglischen Whitby, von wo aus das Material seinen Siegeszug um die Welt antrat. Ein solcher Trauerschmucks aus Jett ist das vorliegende Paar antiker Ohrringe. Die Hänger sind dreiteilig aufgebaut und präsentieren zwei kunstvoll geschnitzte Bogenelemente mit Blütendekoren, in deren Mitte ein Pendel hängt. Wunderbar glänzen die tiefschwarzen Flächen im Licht. Das geringe Gewicht des Jetts macht die Ohrringe trotz ihrer Größe erstaunlich leicht. Heute, losgelöst von Konvention und Vorschriften, kann das Paar auch ohne Traurigkeit als dekoratives Accessoire in modischem Schwarz eingesetzt werden.
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Jett, Gagat oder „schwarzer Bernstein“ ist eine besondere Form versteinerter Kohle, die wegen ihres einzigartigen Glanzes und der leichten Schnitzbarkeit schon in vorgeschichtlicher Zeit als Schmuck benutzt wurde. Bereits die Römer stellten Schmuck und Amulette aus diesem Material her; ab dem Mittelalter fertigte man in Europa daraus Trauerschmuck und Rosenkränze. Zum Ende des 19. Jahrhunderts, zur Blütezeit der Jett-Mode, verwendete man Jett vor allem für Schmuckstücke. Wegen seiner geringen Schwere bot das Material die Möglichkeit, auch große Schmuckstücke daraus herzustellen, wie es der damaligen Mode entsprach. Das Hauptvorkommen eines besonders hochwertigen Jetts lag zu dieser Zeit an der englischen Nordküste nahe dem Fischerdorf Whitby. Von hier aus traten Schmuckstücke aus Jett ihren Weg nach ganz Europa an. Durch die Weltausstellung von 1851 in London wurden Schnitzarbeiten aus Gagat dann weltweit bekannt, und nachdem Königin Viktoria nach dem Tod des Prinzgemahls 1861 das Tragen von Schmuck (mit Ausnahme von Jett) am englischen Hof verboten hatte, galt Jett lange Zeit als Trauerschmuck, bis es ein fester Bestandteil der Mode wurde, der auch ohne zu Trauer anzuzeigen getragen werden konnte.
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Unser Versprechen

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Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.