Love

Viktorianischer „Acrostic Ring“ mit Farbsteinen in Gold, Chester 1886

Kaum eine Epoche brachte so vielfältige, symbolreiche und immer wieder variierte Schmuckstücke mit romantischer Bedeutung hervor wie das viktorianische Zeitalter. Manchmal vermittelten ihre Botschaften sich über Ornamente, dann über kleine Malereien oder Reliefs. Andere Stücke trugen eine Inschrift – doch vor allem waren es die in ihnen verwendeten Edelsteine, welche die unterschiedlichsten Bedeutungen vermitteln können. Diese „Edelsteinsprache“ gipfelte in England in sog. „Acrostic Rings“. Hier transportiert sich die versteckte Botschaft als Akronym aus den Anfangsbuchstaben der Edelsteinnamen. So konnte man etwa „Adore“ lesen oder „Dearest“, aber eben auch „Love“ – die Liebe selbst bezeichnend ebenso wie die Liebste oder den Liebsten. Einen solchen Ring, entdeckt in London, haben wir hier vor uns. In einer Reihe quer zum Finger sehen wir kleine Cabochons aus Lapislazuli, Opal, Vermarin (auch als Prasiolith bekannt) und Smaragd. Nimmt man die Anfangsbuchstaben ihrer englischen Bezeichnungen, so ergibt sich das Akronym LOVE: Lapislazuli, Opal, Vermarine, Emerald. Zusammen bilden die Edelsteine zudem einen harmonischen Farbklang zwischen Grün und Blau; selbst der Opal wurde nach seinen neongrünen Reflexen ausgewählt. Ausweislich der Stempel im Inneren der Ringschiene wurde das symbolreiche Schmuckstück im Jahre 1886 dem Beschauamt in Chester im Nordwesten Englands vorgelegt. Seither hat es sich hervorragend erhalten.

Ziel und Sinn der meisten Schmuckstücke in historischer Zeit war es, jemanden glücklich zu machen und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Gerade Schmuckstücke des Biedermeier, die ja in einer Zeit entstanden, in der Freundschaft und persönliches und privates Glück große Themen des Kunstschaffens waren, sind oft mit zusätzlicher Bedeutung aufgeladen. Das geschieht in der Regel über die in diesen Stücken verwendeten Edelsteine, denn in jenen Jahren verstanden die Menschen noch die Bedeutung dieser „Sprache der Edelsteine“. Hierbei wurde jedem Mineral eine andere Aussage zugsprochen. So steht der Diamant in einem Verlobungsring für die Unendlichkeit der Liebe; das Verschenken eines Saphirs bedeutete das Versprechen der Treue. Diese „Edelsteinsprache“, die übrigens schon Hildegard von Bingen beschrieb, fand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren wohl schönsten Höhepunkt und gipfelte in England in der sog. „Acrostic Jewellery“. Dabei handelt es sich um Schmuckstücke mit einer versteckten Botschaft, die durch das sprechende Mittel der Namen der Edelsteine gelesen werden kann.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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