Der Dehli Durbar und seine Folgen

Viktorianischer Gypsy-Ring mit Rubinen & Diamanten in Gelbgold, um 1890

Nach der Gründung der Britischen Ostindien-Kompanie im Jahr 1600 hatten die britischen Kolonialherren nach und nach große Teile des indischen Subkontinents unter ihre Kontrolle gebracht. Nach der Niederschlagung des indischen Aufstands von 1857, an dem sich der letzte Großmogul Bahadur Shah II. beteiligt hatte, wurde die Ostindien-Kompanie durch den Government of India Act aufgelöst und ihre Besitzungen in eine britische Kronkolonie umgewandelt. Die Reste des Mogulreichs wurden Britisch-Indien eingegliedert. Der britische Premierminister Benjamin Disraeli veranlasste aus staatspolitischen Überlegungen zur Aufwertung des Britischen Empire mit dem Royal Titles Act im Jahr 1876 die Erhebung Queen Victorias zur Kaiserin von Indien (Empress of India). Diese Erhebung Victorias zur Kaiserin wurde ab dem 1. Januar 1877 in Britisch-Indien mit einem mehrere Tage umspannenden festlichen Akt begangen. Nicht in der damaligen Hauptstadt Kalkutta, sondern in der alten Mogulhauptstadt Delhi und interessanterweise ohne die Anwesenheit Victorias selbst! Das Ereignis erhielt in Anknüpfung an frühere Mogul-Gepflogenheiten den Namen Durbar (persisch دربار‎ – darbār; „Hoftag“, „Hof-Versammlung“). Spätestens seitdem Queen Victoria zur Kaiserin von Indien gekrönt worden war, waren den Händlern des Britischen Empires nun Tür und Tor zu den kostbaren Pretiosen des indischen Subkontinents geöffnet. Rubine, Saphire und Smaragde sowie große Diamanten kamen über den Seeweg auf die Insel. Sie wurden von den Goldschmieden in London und den anderen großen Zentren Englands begierig aufgenommen, die daraus Schmuckstücke für die Damen des Bürgertums entstehen ließen. Aus dieser Epoche stammt der vorliegende Ring aus hochkarätigem Gelbgold, der mit einer Kombination aus feinen Rubinen und hochwertigen Diamanten Altschliff überzeugt. Der Ring weitet sich zu einer gestreckten Raute und präsentiert die roten und weißen Edelsteine in dekorativem Wechsel. Ihre kontrastierenden Farben steigern sich hervorragend in ihrer Wirkung und lassen so ein wahres Fest der Farben entstehen. Die Auswahl der Edelsteine erfolgte neben ihrer Schönheit auch nach ihrer symbolischen Bedeutung. So stehen die roten Rubine für die flammende Liebe während die Diamanten die Ewigkeit versinnbildlichen. Der Ring hatte somit eine romantische Botschaft durch die er sich noch heute, etwa 125 Jahre nach seiner Entstehung besonders gut als Liebesgeschenk eignet. Der in den Jahren um 1890 gefertigte Ring kam in London zu uns und ist ein wunderbarer Blickfang in den Farben Weiß und Rot.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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